Pro-Solitude-Racing-Team

 

Saisonende auf dem Lausitzring 2014

 

Der Saisonabschluss in der Lausitz präsentierte sich von seiner schönsten Seite: Sonne, Sonne und nochmals Sonne, blauer Himmel, angenehm warm und viele Gutgelaunte im Fahrerlager. So soll‘s sein.

 

Die lange Anreise am Freitag war zwar nicht die Schönste, da wir ca. 2 Stunden im Stau standen, aber am frühen Abend haben wir einen recht guten Standplatz im Fahrerlager ergattern können. Uns erwartete eine super Infrastruktur:  saubere WCs, großzügige Stromversorgung, angenehme Verpflegung und natürlich eine hervorragend ausgebaute super Rennstrecke.

 

Am Samstag waren insgesamt 3 Läufe vorgesehen: 1 x freies Training, 1 x Pflichttraining und das erste Rennen. Am Sonntag stand dann nur noch ein Rennen auf dem Zeitplan, das auch noch am Vormittag durchgeführt werden sollte, damit war anschließend auch noch eine zeitige und angenehme Rückreise für Alle eingeplant: tolle Idee!

 

Das Zeittraining verlief ohne Probleme. Die Beiden konnten die Strecke beschnuppern und da und dort noch einige Varianten ausprobieren und sich verbessern. Noch eine kleine Anmerkung vorweg: alle Läufe verliefen ohne Stottern des Motors in den Kurven, ohne Ausfälle oder Beschädigungen am Antriebsaggregat und dem Rest. Wunderbar. Beim Pflichttraining ergatterten sie die 7. Reihe von allen Klassen, also von K1 bis K5 und ließen damit auch noch einige Teilnehmer aus höheren Klassen hinter sich: nicht schlecht.

 

Das erste Rennen am späten Samstagnachmittag – es war schon gegen 17:00 Uhr – war ein sehr spannender Lauf. Nach der obligatorischen Einführungsrunde mit dem Pacecar ging es sehr flott zum Start. Da ja hier ein Rennen mit dem Klassik-Motorsport-Veranstalter Manfred John durchgeführt wird, gibt es nach einer Einführungsrunde die Startaufstellung zum Kupplungsstart. Frieder und Kati kamen sehr gut von ihrer Position weg und fuhren ein souveränes Rennen. Sie konnten ihre Klasse mit Leichtigkeit hinter sich lassen und jagt auf die großen Z-ler machen, die in der K2 fahren. Am Ende des Rennens sagte Frieder, dass er auf Sicherheit gefahren ist, um seine jetzige Platzierung nicht mehr zu gefährden. Weise Ansicht. So fuhren sie einen klaren Sieg in ihrer Klasse ein.

 

Am Sonntag startete das 2. Rennen. Dieses verlief fast genauso wie das Rennen am Samstag. Hier konnte man die klare Überlegenheit der Beiden sehen. So fuhren sie ebenfalls als erste in ihrer Klasse über die Ziellinie. Ab jetzt war klar, dass niemand mehr die Beiden schlagen konnte. So erfuhren Frieder und Kati nicht nur den Klassensieg 2014, sondern auch den Gesamtsieg aller Klassen für das Jahr 2014 mit sage und schreibe 200 Punkten von maximal zu erreichenden – jetzt ratet mal – genau: 200 Punkten.

 

Unseren herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Gesamtleistung und auch unseren herzlichen Dank an Klassik Motorsport, sowie allen Helfer und Helferinnen, die diesen Gesamtsieg erst ermöglicht haben.

 

Dann ging’s an die Rückreise. Mittags war schon alles gepackt und die Reisemobile startklar. Auf der Autobahn war dann schnell klar, dass mit zeitiger Ankunft nicht zu rechnen war und Manfreds schöner Plan nicht aufgehen sollte – scheinbar hatten sich alle Bundesbürger auf der Autobahn verabredet und jeder Teilnehmer, Organisator und Helfer musste sich durch elende Staus nach Hause quälen. Aber mit dem Gefühl von Sonne auf der Haut, Erfolg und dem Abenteuer was hinter Allen lag, ließ sich das gut verschmerzen. Mit viel Wehmut ist nun die Saison 2014 zu Ende gegangen.

 

Jetzt kann das Jahr 2015 kommen……….

 

Hockenheim Classics 2014

 

Tolle Vorfreude für diese Veranstaltung: über 700 Meldungen fürs Wochenende, mit Sternfahrt zum Ring für zugelassene 2- 3- und 4-rädrige Oldtimer, also ein Mega-Event zum Ausklang der Saison 2014.

 

So viele Zuschauer wie noch nie, besonders wenn die Gespanne fuhren, kamen auch die Besucher in Strömen ins Motodrom. Die Tribüne in der Sachskurve war jedes Mal randvoll gefüllt. Für dieses Jahr kam noch 1 Tag, der Freitag, hinzu, der komplett zum Fahren zur Verfügung stand, einfach Klasse.

 

Die Anreise am Donnerstag verlief ohne Probleme. Die Abnahme der Rennmotorräder ging bis in den späten Abend hinein. Wir kamen erst im Dunklen zum Fahrerlager zurück. Auch hier war alles oki. Leider spielte das Wetter am Freitag nicht so mit, wie wir uns es wünschten: Es regnete und regnete und regnete den ganzen Tag. Für uns sollte am Nachmittag das erste freie Training stattfinden. Doch etwas widerwillig zogen Kati und Frieder das Leder über und absolvierten ihr Training. Wie zu erwarten war, brachte die Feuchtigkeit doch etwas Probleme mit sich: immer wieder stotterte Paula. Ja Paula, so hatte Frieder sie nun getauft – ein eigenwilliges Mädel – Nach akribischer Durchsicht kam Wasser in der Schwimmerkammer zum Vorschein. So kuriert konnte Paula sich in ihr Bettchen zurückziehen und für den morgigen Tag ausruhen.

 

Die Benelli kam ja zurück von ihrer Überholung und sollte mal zeigen was in ihr steckt. Das freie Training verlief ohne Probleme – Hurra, sie stand diesmal alle Runden durch – lediglich die Rundenzeiten waren doch etwas verhalten durchs achtsame Einfahren unter Regenbedingungen. Da Frieder einen Namen für sein Gespann gefunden hatte, war es nun an der Zeit, ebenfalls einen Namen für die Benelli zu finden. Da schon ein „W“ in ihrer Startnummer enthalten ist, kam Kati auf „Waltraut“. Ab sofort wird sie also Waltraut genannt, schön.

 

Am Samstag sollte es etwas regnen, mit wenig Sonne und viel Wolken. Der Regen blieb aus, die Sonne auch und die Wolken nicht – aber es war trocken und so konnte die Reifenhaftung perfekt getestet werden. Das Pflichttraining am Samstagvormittag verlief daher super und die Beiden erlangten einen guten Startplatz in der 3. Reihe und das bei dem riesigen Starterfeld in Hockenheim.

 

Die Waltraut konnte sich zum ersten Mal so richtig austoben und über den Ring fliegen. Das Pflichttraining verlief ebenfalls klasse mit einem Startplatz in der 10. Reihe. Da ebenfalls das Starterfeld so enorm groß war, durfte nur in 2 Etappen gestartet werden. Ich stand also in erster Reihe im 2. Starterfeld.

 

Am Nachmittag stand das Erste Rennen für die Gespanne auf dem Zeitplan. Hier wurde ein Schiebestart vorgeschrieben. Kati, nun auch schon mit Erfahrung, meisterte diesen Start bravourös und so flogen sie schon nach dem Start in achter Position ins Motodrom, Klasse Kati. Es war wunderschön anzusehen, wie sich die Beiden blind verstehen und jede Situation meistern. So donnerten sie auch an der Zielflagge vorbei und kamen wohlbehalten ins Fahrerlager zurück: erschöpft, aber glücklich. Sie standen nun auf den 2. Platz.

 

Mein Start verlief hervorragend. Der Motor brüllte los und lies seine Pferdchen voll aus dem Stall. Ein betörendes Gefühl, wenn diese Maschine so richtig losbrüllt. Da in der ersten Runde die Reifen noch nicht so richtig warm waren, ließ ich es etwas bedächtiger angehen, sodass mich eine ebenfalls grüne Benelli überholte. Ich heftete mich sofort an sie ran und ließ sie nicht mehr bis zum Ziel aus den Augen. Wir kamen uns näher, dann wieder etwas auseinander gezogen – ein prächtiger Kampf – so macht das Rennen richtig Spaß. Ich wurde dann für diesen Lauf mit dem 5. Patz belohnt.

 

Am Sonntag gab es dann leider nur noch für jede Klasse einen Lauf, sowohl für die Gespanne als auch für die Solos. Die Gespanne waren für 14:10 avisiert. Also wiederum gleiche Prozedur: Schiebestart. Diesmal kamen Kati und Frieder besser weg und schossen an sechster Stelle in der ersten Runde ins Motodrom. Es war wieder wunderschön mit anzusehen, wie die Beiden in voller Konzentration miteinander harmonisierten. Leider konnte man ab etwa der 6.Runde feststellen, dass die Leistung von Runde zu Runde schwächer wurde. Lag es an der nachmittäglich aufkommenden Schwüle. Die Sonne brach durch und es wurde wirklich heiß und unangenehm drückend, oder lag es am langen Vorabend, der noch lange nicht zu Ende gehen wollte? Auf jeden Fall kamen sie durch Ziel und erreichten einen 10. Gesamtplatz. Frieder und Kati hatten sich ein kühles Weizen redlich verdient, um ihre roten Köpfe und dampfenden Körper wenigsten etwas innerlich abzukühlen. Tolle Leistung für die Beiden.

 

Exakt 3 Stunden später kam meine Klasse dran. Voller Vorfreude ging es zum Start, den ich wieder gut hin bekam. Nach etwa 4 Runden deutete mir der vorbeifliegende Franz an, dass etwas mit meiner Maschine nicht stimmte. So ein Mist: Öl kroch aus allen Ritzen des Motors hervor und ich hinterließ eine schöne blaue Ölfahne. Meine Stiefel glänzten schon wie eine Speckschwarte. So musste ich doch gewaltig meine Geschwindigkeit drosseln, um keine große Schräglage mehr zu fahren und die Gefahr mit ölverschmierten Reifen einen Abflug ins Grün zu riskieren. So fuhr ich mehr schlecht als recht weiter und konnte immerhin noch die Zielflagge durchfahren……. Hurra geschafft, leider nur einen 14. Gesamtplatz.

 

Fazit: eine wunderschöne Veranstaltung für alle 2- 3- 4-rädrigen Geschosse, auch wenn die Fahrzeiten nicht ganz optimal waren. Nun denn, meckern wir zuerst ein bisschen, stellen dann fest, dass es irgendwie nicht anders ging, wenn man auch die Interessen der Anderen mit bedenkt und freuen uns dann wieder wie sau auf’s nächste Jahr. Wir sind auf alle Fälle mit dabei!

 

Schotten 2014 – Die Schlammschlacht

 

Unsere Anreise am Freitag verlief ohne Probleme bis zum dem Zeitpunkt, als wir frohen Mutes im unteren, flacheren Teil der Wiese des Fahrerlagers einfuhren. Das Fahren klappte super bis wir an unseren Standort anhielten. Aus und vorbei. Bei jedem Rangierversuch gruben sich die Räder tiefer ein. Frieder, der uns zur Hilfe kam, organisierte einen geländegängigen Allradbagger, der uns nur mit äußerster Mühe soweit zog, bis wir aus eigener Kraft, mehr rutschend und gleitend, die leichte Hanglage hinunterkamen und wir endlich wieder griffigen Asphalt unter den völlig verschlammten Rädern hatten. Anschließend fuhren wir zur Tanke, um mit einem kräftigen Wasserstrahl unseren Unterboden und die Räder zu reinigen. Wir fanden dann einen sauberen Standplatz, ohne Schlamm, direkt an einer Straße.

 

 „Sowas gab’s noch nie“.Solche Worte oder ähnliche gingen tausendfach über die Lippen in der Rennstadt Schotten. Die ganze Woche vor dem Rennen hat es geregnet. Das größte Fahrerlager, die hanglagige, riesige Wiese, war triefend nass. Am Ende der Veranstaltung war keine Wiese mehr zu erkennen, da sie total mit Radspuren durchpflügt war. Nur noch mit Traktorenhilfe konnten die Fahrzeuge bewegt werden. Die wenigen, die das kleine geschotterte Fahrerlager am Fuße der Streckenausfahrt ergattert hatten, waren die Glücklichen. Das andere Lager im Vorstartbereich wurde liebevoll „Kleinvenedig“ getauft, denn dort war alles abgesoffen und die Wohnquartiere waren nur noch mit provisorischen Stegen erreichbar. Samstags kamen immer noch einige starke Regengüsse herunter. Am Sonntag sah der Himmel ähnlich aus. Es blieb glücklicherweise die ganze Zeit trocken. Aber trotzdem unfassbar, dass ca. 14.500 Besucher kamen, um das Renngeschehen in Schotten zu erleben, wunderbar.

 

Das freie Training am Samstag verlief ohne Probleme. Ebenfalls das Pflichttraining, welches dann die Startposition am Renntag definiert, verlief hervorragend. Kein Stottern vom Motor in den Kurven, kein Bremskraftverlust beim starken Anbremsen vor den Kurven. Frieder und Kati konnten es kaum fassen, dass sie am Ende die Pole Position erarbeitet hatten, also Start ganz vorne und das bei einer Gesamtstarterzahl von sage und schreibe18 Startern in der gleichen Klasse. Wie vermutet, kam am Ende des Trainings die Durchsage, dass die Rennen am Sonntag, wie immer in Schotten, mit dem Schiebestart gestartet werden………. UUUps.

 

Wir hatten am Samstagabend bis zum Start des ersten Rennens endlich mal eine sehr entspannte Ausgangssituation, da diesmal keinerlei Arbeiten am Renngespann anstanden. Nach dem 2. Aufruf der Klasse fuhren Frieder und Kati zum Vorstart und Frieder ließ die Maschine warmlaufen. Da der „Lumpensammler“ nochauf der Strecke war, beschloss er den Motor auszumachen. Nach 5 Minuten kam erst wieder das Startzeichen zum Anlassen der Motoren. Um Kati noch etwas zu entlasten, half ich beim Anschieben. Sie fuhren dann zum Start. Dann anschließend alle Motoren aus. Es herrschte eine bedrohliche Ruhe vor dem Sturm. Die Flagge fiel, Kati schob aus Leibeskräften, sie sprang gut an und das Rennen konnte beginnen. In der ersten Runde bogen sie als Sechste auf die Startgeraden ein. Was jetzt folgte, war pure Gänsehaut. Runde um Runde kamen sie nach vorne, bis sie schließlich als Zweite die karierte Flagge sahen. Einfach wunderbar anzusehen, wie die Beiden miteinander harmonisierten.

 

Das zweite Rennen war noch spannender. Frieder und Kati kamen als Vierte ums Eck geflogen und kämpften sich immer weiter nach vorne. Schon in der 6. Runde übernahm Frieder die Führung, die er bis zum Ende komplett verteidigen konnte. Die Zuschauer jubelten den Beiden zu. Die Auswertung der Zeiten ergab, dass Frieder und Kati in jeder Runde unter einer Minute fuhren und sogar die schnellste Runde erfuhren. Ganz, ganz tolle Leistung. Achja, sie standen diesmal nicht auf dem Siegertreppchen,da bei diesem Rennen ja auf Gleichmäßigkeit gefahren wurde. Naja, sie wurden gleichmäßig schneller.

 

Wir gratulieren Frieder und Kati für diese Klasseleistung und müssen auch dem Veranstalter unsere Hochachtung aussprechen, da dieser bei diesen miesen wittrigen Bedingungen eine Hochleistung in allen Bereichen erbracht hatte.

Schleizer Dreieck 2014

 

Die Vorbereitungen zum Rennen in Schleiz waren ja schon in Oschersleben abgeschlossen. Drei schöne Erholtage haben wir uns als Zwischenstopp geleistet und sind dann am Mittwoch in Schleiz angekommen. Wie zu erwarten, standen bereits einige Wohnburgen und Zelte im Fahrerlager und wie immer waren die Claims mit Flatterband abgesteckt. – Eine sehr unbeliebte Methode, die viel Unruhe und Aufregung ins Lager bringt - Wir fanden aber noch ohne Probleme unseren Platz. Täglich konnte man das Wachsen des Fahrerlagers beobachten, das am Samstag bis zum letzten Grashalm randvoll gefüllt war.

 

Die Wetterprognose versprach etwas durchmischtes Wetter, morgens etwas Regen, dann Sonne, am Sonntagnachmittag mit Gewitter und Starkregen. Keine idealen Voraussetzungen, aber ok. Die Rennen konnten beginnen. Das freie Training am Freitag verlief ohne Zwischenfälle. Lediglich die Beschleunigung des Renngespanns auf dieser schönen Strecke war durch das 4-Gang-Getriebe etwas im Argen. Die Kollegen hatten eindeutig Vorteile durch ihre 5-Gang-Getriebe. Sie beschleunigen einfach besser. So beschlossen Frieder und ich, ebenfalls das 5-Gang-Getriebe einzubauen. Leider passten die Bohrungen des Getriebes, warum auch immer, nicht mit den Bohrungen des Motors überein, sodass wir wieder auf das 4-Gang-Getriebe zurückgreifen mussten. Bei dieser Gelegenheit stellten wir fest, dass das Membran schon teilweise angerissen und einige kleinere Fetzen Blech weg waren. Schade, dass wir kein Getriebe umbauen konnten, aber toll, dass wir diesen Schaden rechtzeitig entdeckt hatten. Dieses Teil wäre Frieder und Kati im Rennen nur so um die Ohren geflogen.

 

Das Pflichttraining verlief ohne Zwischenfälle, mittleres Starterfeld, eine spannende Voraussetzung für unseren Racer Frieder. Es ist leider eine Tendenz festzustellen, dass immer weniger Gespanne fahren. Aus diesem Grund wurden mehrere Klassen zusammengelegt, die nicht unterschiedlicher sein können. Diesen zusätzlichen Schwierigkeiten müssen sich die Fahrer stellen. Da fahren 200 PS-Boliden mit 50 PS-Kisten zusammen auf dem Kurs. Unschön, aber leider nicht zu ändern, da die Zeitfenster sehr eng sind und die Starterfelder gefüllt werden müssen. Bei z.B. Einzelwertungen kämen horrende Kosten auf die einzelnen Fahrer zu, die nicht mehr zu bezahlen sind. Hier sind Sponsoren gerne gesehen, die unseren so schönen Sport unterstützen könnten. So darf und soll es nicht weitergehen.

 

Das Rennen, das sogennnte „Sprit-Rennen“ am Samstag verlief wie erwartet. Frieder kam nicht so gut vom Fleck weg. Da fehlt einfach ein Gang. Frieder wäre nicht Frieder, wenn er dieses Manko nicht auszugleichen versuchte. Vieeeeel länger am Gas, härter auf die Bremse, nur so konnte er einen guten 4. Platz ergattern, zum Leidwesen von Kati, die diese Strapazen mit ordentlichem Muskelkater bezahlte. Herzlichen Glückwunsch für dieses Rennen.

 

Am Sonntag wurde das sog. „Golden Race“ gefahren, also noch mehr Runden, noch länger fahren. Die Wolken wurden dunkler und dunkler. Sollen wir den Regenspritzschutz dran machen oder nicht? Ohne diesen wird der Motor zwar besser gekühlt, die Elektrik verträgt aber keine Feuchtigkeit. Wir montierten dann nur einen Teil des 2-teiligen Spritzschutzes und auf ging es zum Vorstart. Wir schauten immer wieder nach oben, aber es kam glücklicherweise nichts runter. Zum Rennen wieder das gleiche Bild wie am Vortag: Frieder arbeitete sich Runde um Runde nach vorne und die Beiden donnerten am Schluss als Zweite an der schwarzweiß-karierten Flagge vorbei. Ehrlicherweise muss hier gesagt werden, dass ein Team ausgefallen war. Diesmal also aufs Treppchen und ein kleiner Pokal zur Erinnerung.

 

In der Gesamtplatzierung des Klassik Motorrad Sidecarcup 2014 stehen Frieder und Kati zur Zeit auf Platz 1 mit 150 Punkten, gefolgt von nur 10 Punkten Unterschied vom Zweitplatzierten. Es bleibt weiterhin sehr spannend. Der Gesamtsieger wird erst Anfang Oktober gekrönt werden. Unseren herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg und wir wünschen toi toi toi für den Lausitzring und den hoffentlichen Gesamtsieg für Frieder und Kati.

Oschersleben 2014

 

Außer Spesen nix gewesen, könnte man hier sagen……… Das Wetter versprach einen Mix aus Wolken, Sonne und Gewitter. Das stimmte soweit bis aufs Gewitter, das glücklicherweise an uns am Sonntag vorbei zog.

 

Voller Tatendrang schlüpften Kati und Frieder ins Leder, um beim ersten freien Training auf dieser wunderschönen, wohl für 2-3-Radfahrer eines der beliebtesten Strecken, die Runden zu drehen. Sie sprang nicht an, nicht auf dem Starter, nicht beim Anschieben. Da mal ein Funke auf einem Zylinder, dann wieder blob, blob, blob….. aus. Man konnte in ihren Gesichtern die riesige Enttäuschung sehen. Das erste Training fiel also aus. So blieb es denn auch für das gesamte Wochenende –kein Rennen –

 

Es ist kaum zu glauben, was sich während diesem Wochenende ein „Fachwissen“ durch die Menge von Zuschauer und Rennkollegen angesammelt hat. Teilweise standen bis zu 10 Personen gleichzeitig um die Maschine und jeder wusste es gleich besser. Sogenannte alte „Fachschrauber“ gingen sogar tatkräftig zur Sache, bis es uns zu viel wurde und wir die „Bastelstunden“ abbrachen. Da wurden Zündspulen getauscht, Kabel verlegt, Zündbox ausgetauscht, Kerzen erneuert, gemessen und geprüft.

 

Am Sonntagabend, nachdem etwas Ruhe eingekehrt und die meisten abgereist waren, gingen Kati und ich alles nochmal systematisch durch und überprüften die „Bastelei“. Einiges wurde „rückgebaut, ein Relais totgelegt und die Kabel durchgemessen. Fazit: die Maschine stand auf dem Starter und beim ersten Versuch bollerte „PAULA“, so wurde sie zwischenzeitlich von Frieder getauft, ihren gewohnten Sound, leider zu spät.

 

Meine Benelli sollte in Oschersleben erneut zum Einsatz kommen und weiter eingefahren werden. Nach nur 2 Runden hielt mich jedoch ein sehr unschönes knirschendes Geräusch davon ab, weitere Runden zu drehen. Die erste Diagnose – Ventilspiel – war schnell verflogen, da nach dem Einstellen dieses merkwürdige Geräusch immer noch da war. Kurz und gut, die Maschine wurde wieder zum Erbauer zum Nacharbeiten gebracht. Einen Tag später bekam ich dann die Nachricht, dass wohl ein Pleuellager der Verursacher war. Warten wir also weiter ab.

 

So bauten wir dann am nächsten Morgen unsere Zelte ab und fuhren gemütlich zu unserem Campingplatz, der in unserer Planung als nächster Ausgangpunkt für die Anreise zum Schleizer Dreieck auserkoren war.

Dahlemer Binz 2014

 

Die Anreise erfolgte am Freitag bei schönen 28 Grad. Je höher und tiefer wir in die Eifel eindrangen, umso mehr fiel das Außenthermometer und zeigte uns am Schluss kühle 15 Grad an, mit einigen kräftigen Kaltwasserduschen………… brrrr. Die ganze Nacht bis in den Morgen hämmerte der Regen auf unser Blechdach.

 

Am Morgen war natürlich das Wiesenfahrerlager durchtränkt mit Feuchtigkeit. Wir hatten aber das Glück, dass wir noch einen heiß begehrten Asphaltplatz fanden. Irgendwann riss die Wolkendecke auf und ab und zu blinzelte was Helles hindurch. Sollte wohl die Sonne gewesen sein.

 

An diesem Samstag wurden 2 Läufe angesagt: ein freiesTraining zum Kennenlernen der Strecke und dann das Pflichttraining. Während dem freien Training wurde es etwas feucht und die Maschine begann schon wieder in den Kurven zu stottern. Ein guter Tipp von einem Rennfahrerkollegen kam uns mehr als gut gelegen. Bei ihm hatte sich Wasser in den Schwimmerkammern gesammelt. Nun gut, wir schraubten auf und fanden ebenfalls ne Menge Wasser im Vergaser. Wir rätselten weiter und suchten eine Lösung, wie wir dies vermeiden könnten. Bei den üblichen Benzingesprächen hörten wir so mache Theorie. Wir wollen in Zukunft mal versuchen, die Entlüftungsleitung anders zu verlegen. Vielleicht hilft es.

 

Das Pflichttraining verlief wieder hervorragend. Die Maschine konnte jetzt seine volle Leistung entfalten und die Beiden erzielten einen guten 6. Startplatz für den morgigen Renntag.

 

Am Sonntag sollten 2 Läufe zu jeweils 15 Minuten durchgeführt werden. Planmäßig starteten die verschiedenen Läufe. Frieder und Kati konnten durch einen Ausfall eines Teams den 2.Platz für das erste Rennen erlangen. Es lief alles super bis zu dem Zeitpunkt, bei dem eine Solomaschine der Meinung war, alle Nachfolgenden ein bisschen zu ärgern und die gesamte Strecke mit Öl zu versauen. Eine Ölleitung war geplatzt. Das Orga-Team, die Rennleitung und sogar einige Fahrer begutachteten die Strecke. Kurze Rede, langer Sinn, die Feuerwehr wurde zur Hilfe gerufen und rückte mit 3 Fahrzeugen an. Da es immer wieder regnete, konnte kein Ölbinder aufgebracht werden, sondern der Film wurde komplett mit einem Wasserstrahl entfernt. Zum Schluss traten 3 Solofahrer an, die Strecke zu testen. Mit erhobenen Daumen kamen sie dann nach 3 Runden von der Strecke. Fazit: 2 Stunden Verspätung, alle nachfolgende Läufe wurde enorm gekürzt, sodass eine noch etwas verträgliche Fahrzeit für alle übrig blieb.

 

Der 2. Lauf von Frieder und Kati lief jetzt sogar noch besser wie der erste. Sie schossen vor den Kurven an den Kollegen vorbei, da Frieder sehr spät in die Eisen ging. So arbeiteten sie sich Runde um Runde nach vorne. Die schwarzweiße Flagge wurde geschwenkt und unser Team erlangte erneut einen super 2. Platz. Also wieder aufs Treppchen und einen Pokal als Erinnerung. Toi,toi, toi…….weiter so ihr Zwei.  

 

 

Metz 2014

 

Sonnenschein, Sonnenschein und wieder Sonnenschein, aber mit eisigem Wind. So war das Wetter am Wochenende. Man wusste nicht genau, was man anziehen sollte. Windgeschützt hat die Sonne einem aufs Hirn gebraten und auf dem freien Feld blies einem eine Eiseskälte um die Ohren – Sonnenbrand war also garantiert –

 

Diesmal war es anders, ganz anders. Frieder konnte an diesem Wochenende nicht fahren, Hans hatte keinen Beifahrer. Was blieb übrig: Kati ging mit Hans fremd, anderes Motorrad, kein Links- sondern Rechtsboot – eine ordentliche Herausforderung für die Beiden.

 

Glücklicherweise waren am Samstag insgesamt 3 Läufe angesagt: 2 x freies Training und dann das Pflichttraining. So konnten Hans und Kati sich erst mal beschnuppern und sich auf die neue Situation in aller Ruhe einstimmen, was auch hervorragend gelang. Die Rundenzeiten verbesserten sich gewaltig. So stand also für das Rennen am darauffolgenden Tag nichts mehr im Wege. Startplatz 6 war eine gute Ausgangssituation.

 

Wer die Gespannfahrerszene nicht kennt, weiß also nicht, was an einem lauen Samstagabend so alles abgeht. Da ein gemeinsames Grillen von Freunden, dort lautes Lachen beim Witzeerzählen, einmal ein Klirren der Gläser beim gemeinschaftlichen Anstoßen nach langer Wiedersehenspause und ein andermal einfach ein gemütliches Zusammensitzen in der Runde. Eine tolle Truppe.

 

Am Sonntag war das erste Rennen kurz vor 10 Uhr vorgesehen. Für mache Nachteule doch eine humane Zeit zur Regeneration. Hans und Kati fuhren zum Vorstart. Die Besonderheiten von Metz sind der relativ kleine eckige Kurs, mit einigen schwierigen Passagen und die knappe Streckenbreite. Deshalb wurde beschlossen, nur fliegend zu starten. Hier werden alle Fahrzeuge in der entsprechenden Reihenfolge hintereinander aufgereiht und so auf die Strecke geführt. Es muss sehr langsam gefahren werden und es herrscht absolutes Überholverbot. Erst beim Vorbeifahren der geschwenkten Startflagge beginnt das Rennen –diese Variante hat hervorragend geklappt – Hans und Kati konnten sich gut im vorderen Feld halten und sich weiter nach vorne schaffen. Die schwarzweiße Flagge bescherten den Beiden einen 3. Patz in ihrer Klasse.

 

Der 2. Lauf wurde am Nachmittag ausgetragen. Wiederum das gleiche Prozedere für den Start. Es war wunderschön mit anzusehen, wie Hans und Kati miteinander arbeiteten und so ein tolles Rennen abliefern konnten. Meine Wenigkeit konnte das so schön wie nie verfolgen, da ich sehr nahe an die Strecke kam und praktisch das Glühen in den Augen der Rennfahrer sehen konnte. Also Gänsehaut pur, wenn sie an mir vorbei donnerten. Wer das nicht glaubt, kann später die schönen Fotos anschauen, die das beweisen. Hans und Kati belegten hier ebenfalls den 3. Rang.

 

Ein gelungenes Wochenende für unser neues Dreamteam Hans und Kati mit einem guten 3. Platz in der Gesamtwertung. Wieder ein Pokal mehr in der Sammlung. Unseren herzlichen Glückwunsch. Weiter so.

Jan Wellem Pokal 2014 Nürburgring

 

Wie immer, der Wetterbericht zum Wochenende. Wie vorausgesagt wurde, sollte es durchwachsen, vielleicht etwas Regen und sehr kalt werden. Es kam glücklicherweise anders, es war sonnig, etwas windig, aber schweinekalt. Es war also so in Ordnung. Wir hatten einen etwas abgelegenen Standplatz im riesigen Fahrerlager, da der Platz für die Gespanne schon voll war. Vor dem Gespannlager waren riesig lange Zelte aufgebaut und waren leer. Erst am Samstagnachmittag erfuhren wir, dass der Veranstalter diese Zelte extra für unsere Gespanne aufgebaut hatte. Einige haben sich dann ins Zelt gewagt und Ihren Renner dort abgestellt.

 

Für den Freitag waren 2 Trainingsrunden zu jeweils 25 Minuten angesagt, das letzte Training als Pflichttraining. Kati und Frieder hatten ja schon 3 Wochen davor die Möglichkeit, den Nürburgring zu erkunden. So pflügten sie sehr gute Rundenzeiten in die Strecke. In der letzten Runde fing der Motor leider wieder an zu stottern und die beiden kamen etwas genervt zurück. Diesmal stellte sich heraus, dass die 25 Minuten Fahrzeit einfach soviel Sprit gefressen hatte, dass der Boden vom Tank schon blank lag. Mit breitem Grinsen im Gesicht wurde jetzt der Tank randvoll gemacht. Wir erfuhren auch von den Gespannnkollegen, dass so mancher ebenfalls dieses Problem mit dem leeren Tank hatte.

 

Am Samstag war nun das erste Rennen über 20 Minuten angesagt. Frieder und Kati kamen nicht ganz so gut weg, aber fuhren wie vom Teufel geritten Runde um Runde besser. Frieder und Kati sahen schließlich als Erste die Zielflagge für ihre Klasse. – Siegerehrung, erster Platz, hurra - Da in diesem Rennen gleichzeitig 4 Klassen vertreten waren, verlor so mancher Zuschauer durch Überrundungen der kleineren Klassen den Überblick. Ja, es waren auch viele Zuschauer da, die sich dieses Rennen mit Begeisterung angeschaut haben. Diese Veranstaltung ist bekannt, dass nur 4-rädrige Fahrzeuge vertreten sind, außer einer kleinen Gruppe von Wilden auf ihren 3-rädrigen Geschossen.

 

Am Sonntag wurde der 2.Lauf in aller Herrgottsfrühe gestartet. Diesmal kamen Frieder und Kati ebenfalls nicht vom Fleck. Wenn man weiß, dass die anderen Rennkollegen in ihren Maschinen ein 5-Gang-Getriebe verbaut haben, ist nun auch verständlich, warum die beiden beim Start nicht so richtig in die Gänge kamen. Das sollte ein Frieder nicht stören. Wiederum kämpfte er sich Runde um Runde nach vorne und die beiden sahen wiederum als erste die Zielflagge.

 

Unseren herzlichen Glückwunsch zu den beiden ersten Plätzen. Zur Siegerehrung bekamen Frieder und Kati jeweils einen wunderschönen Pokal für den Gesamtsieg vom Veranstalter überreicht, der bestimmt zuhause einen Ehrenplatz finden wird.

Colmar Berg 2014

 

Aufbruch nach Luxemburg, Colmar Berg war angesagt. Die Meldungen für dieses Mal sprengten die Erwartungen des Veranstalters. Es wurde verkündet, dass sogar 50 Meldungen aus unserem Nachbarland Schweiz eingegangen sind und somit das Fahrerfeld auf über 250 Meldungen kam.

 

Das Wetter versprach gemischte Gefühle, zwischen Regen, Sonne, Wind und entsprach ganz und gar nicht der Jahreszeit. Morgens war die Strecke noch nass und trocknete nur langsam auf. Die Trainingsläufe von Frieder und Kati liefen auch nicht besonders berauschend ab, da immer noch der Motor in den Kurven stotterte. So ein richtiges Fahrgefühl stellte sich nicht ein.

 

Wie auch immer, bei der Fahrerbesprechung wurde verkündet, dass diesmal ein Schiebestart für die kleine Gespannklasse angesagt war. Wer Böses denkt, dass hier sich einige dafür stark gemacht haben, Asche über sein Haupt. Letztes Jahr wurde darauf gemeinsam verzichtet, da es ja hier besonders schwierig ist den Berg hinauf anzuschieben.

 

So kam es auch wie erwartet. Kati und Frieder kamen nur langsam als Zweitletzte vom Start weg. Ein Schweizer Gespann, ebenfalls mit einer Schmierhexe im Boot, kam gar nicht weg und musste Hilfe in Anspruch nehmen. Tradition hin oder her, auf die Gefährlichkeit für die vorbeidonnernden Renngespanne möchte ich nicht weiter eingehen.

 

Die beiden kamen nun doch langsam in Fahrt und zeigten ihr Können. Einer nach dem anderen wurde vernascht. Da es ja bei dieser Veranstaltung um Gleichmäßigkeitsläufe handelte, musste dem auch gerecht werden: Sie wurden von Runde zu Runde gleichmäßig schneller. Eine tolle Leistung haben Frieder und Kati wieder in den Asphalt gebrannt.

 

Bei mir und der Benelli war wohl die Vorfreude größer als das Ergebnis. Über die technischen Probleme will ich gar nicht näher eingehen, da dies für den Schrauber wohl mehr als peinlich gewesen war. Kurz und gut, sie drehte leider nicht über 5000 Umdrehungen und so tuckerte ich mehr als ich fuhr. Für den ersten Lauf gab es sogar eine Wertung. Für den 2. War die Mühle leider zu langsam und ich konnte keine Platzierung erreichen. Sie ist mittlerweile wieder beim Erbauer zurück und wird dort nachgebessert.

Sachsenring Classics 2014

 

Hier nun unser Bericht zu den Sachsenring Classics. Wie der Wetterfrosch voraus gesagt hatte, kam es glücklicherweise nicht. Am Freitag war es zwar kalt, blieb aber trocken. Frieder und Kati konnten so beinahe ihren ersten Lauf abspulen. Nur beinahe, denn was wären die Oldtimer, wenn die nicht ab und zu mal zicken würden. Diesmal zickte nicht der Motor, sondern ein Bremszylinder imVorderrad war wohl der Meinung, dass er lange genug seinen Dienst getan hat und spontan in der 2. Runde in der laaaaangen Linkskurve nach der Omega-Kurve abbrach. Ergebnis: komplett keinen Bremsdruck mehr, austretende Bremsflüssigkeit in der rechten Bremsbacke. Glücklicherweise funktionierte noch die seilzugbetätigte linke Vorderradbremse und die beiden konnten sehr gemäßigt alle Runden unbeschadet überstehen.

 

Da alle Bremsen, sowohl für das Vorderrad, das Seitenwagenrad und das Hinterrad über das rechte Fußpedal hydraulisch betätigt werden, war nun großer Rat teuer. Da das Vorderrad über 2 Duplex-Bremsen mit 2 Zylindern ausgestattet ist, kam die Idee dass der rechte Zylinder einfach ausgebaut und tot gelegt wird, was zur Folge hat, dass das Vorderrad nur noch über die linke Bremse hydraulisch betätigt werden kann. Die Seilzugbremse muss also zusätzlich in Anspruch genommen werden. So kam es dann auch.

 

Bis zum folgenden Vormittag wurde das Gespann nun in dieser Konstellation fahrfertig gemacht. Das angekündigte schlechte Wetter kam einfach nicht und so blieb es den ganzen Tag trocken. Diesmal konnten 2 vorsichtige Testrunden absolviert werden bis zu dem Punkt, als die rote Flagge geschwenkt wurde. Bei einem Gespann brach ein Bauteil und schlug in die Leitplanken ein. Leider war die Demo-Fahrt dann auch schon zu Ende. Die beiden Verunglückten kamen ins Krankenhaus und später wieder mit Halskrausen zurück………… puhhh, Glück gehabt.

 

Man muss es erlebt haben. Es ist nicht in Worten zu fassen was am Samstag auf dem Sachsenring los war. Gefühltes Moto-GP-Feeling kam auf. So viele winkende Zuschauer auf den Rängen, in den Fahrerlagern, zwei Fressmeilen, viele Verkaufsstände überall verteilt, Rockabend in der Karthalle und wir mittendrin. Autogrammjäger machten morgens Fotos und kamen später mit den fertig entwickelten Bildern auf uns zu und baten um Unterschrift. Wir kamen mit den Fans direkt ins Gespräch und redeten über Gott und die Welt. Eine fantastische Stimmung den ganzen Tag

 

Am späteren Nachmittag war dann endlich die 2. Fahrt angesagt und alle fuhren zum Vorstart. Es war grandios mit anzusehen, wie die Gespanne ins Omega einflogen und dann wieder gekonnt diese lange Linkskurve vernaschten. Kati hatte natürlich auf diesem Kurs sehr viel zu turnen, da bekannter Weise ein Linksboot in Linkskurven unten gehalten werden muss. Runde um Runde wurden sie schneller und so mancher war dann auch hinter ihnen. Nach der schwarzweiß-karierten Flagge kamen sie zurück ins Fahrerlager. Mit glücklichen und feuchten Augen fielen sich die Rennfahrer gegenseitig in die Arme und sie genossen ihre gemeinschaftliche Leidenschaft in vollen Zügen. Ein sehr bewegender Moment, auch für mich als „nur“ Zuschauer.

 

Der Wettergott hatte es am Sonntag nicht mehr so gut mit uns gemeint und es goss in Strömen. Einige Gespannfahrer packten dann langsam ein und wollten bei diesem Sauwetter nicht mehr fahren. Auch die Gesichter von Frieder und Kati zeigten keine glücklichen Mienen mehr. Kurz vor Start ließ der Regen doch noch nach und die Beiden sprangen so schnell wie noch nie in ihr Leder und machten sich bereit. Am Vorstart angekommen, verstärkte sich leider der Regen wieder. Die gemeldeten über 20 Gespanne waren dann nur noch auf 9 fahrende Geschosse reduziert. Die durch den Reifenabrieb der vorher fahrenden Rennautos belastete die Rennstrecke zusätzlich. So rutschten alle mehr als sie fuhren.Trotz des schlechten Wetters waren viele Zuschauer unterwegs, dann eben mit entsprechender Kleidung. Der Streckensprecher bedankte sich schließlich in aller Form bei den restlichen Gespannrennfahrern, die trotz Regen noch angetreten waren. Frieder und Kati kamen nass, aber glücklich wieder ins Fahrerlager zurück.

 

Ein unvergessenes Erlebnis. Hoffentlich wird diese Veranstaltung ein festes Glied in der Rennszene.

 

 

 

Jetzt der Film zu Franciacorta 2014

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZEalMRFZ3ys

 

viel Spaß beim Zuschauen

Kölner Kurs 2014

 

Der Wetterfrosch versprach keine schöne Aussicht für das Rennen am Sonntag: Regen, Regen, Regen. Die Anreise am Vortag verlief noch im Trockenen. Wir standen diesmal auf der Strecke und warteten auf unseren Einlass ins Fahrerlager. Die Abnahme ging schon früher los. Um 17 Uhr war alles erledigt. Wir warteten dann bis 20 Uhr als wir endlich ins Fahrerlager einfahren durften. Dann fing es auch schon an zu tröpfeln. Mist…..

 

Die ganze Nacht schiffte es aus allen Rohren bis zum Morgen. Um 9 Uhr war die Strecke noch komplett nass. Kurz vor 10 Uhr sollte es für die Gespanne losgehen. Es regnete glücklicher Weise nicht mehr, aber die schwangeren Wolken erhofften nichts Gutes. Wir konnten es nicht glauben, dass kein Tropfen mehr vom Himmel fiel. Das Pflichttraining konnte beginnen. Frieder und Kati donnerten über den Kurs. Man sah schon einige trockene Stellen auf der Strecke. Frieder konnte seine Rundenzeiten im Training von Runde zu Runde verbessern. Startplatz dritte Reihe Mitte war das Endergebnis.

 

Es blieb weiterhin trocken, ab und zu konnte man sogar den hellen Rand der Sonne durch die Wolkendecke erkennen. So blieb es auch bis zum 1. Rennen um 13 Uhr. Die Strecke war komplett abgetrocknet, aber immer wieder zogen bedrohliche Regenwolken über uns. Das Rennen startete pünktlich. Frieder und Kati kamen einigermaßen gut weg und zeigten ihren wahren Kampfgeist, da die Maschine in den Kurven immer merkwürdig stotterte und die Kollegen die Gunst der Stunde nutzten und vorbeirauschten. Frieder konnte dann in der Geraden durch seine lange Übersetzung des letzten Ganges diese wieder vernaschen. Ergebnis: Platz 5.

 

Kaum zu glauben, dass immer noch kein Tropfen vom Himmel fiel, nein, es blinzelte manchmal sogar die Sonne hervor. Von dem angesagten Regenwetter war keine Spur mehr zu sehen. Prima. So hofften wir auf einen tollen 2. Rennverlauf, der kurz vor 17 Uhr beginnen sollte. Leider verzögerte sich der Start durch einen Unfall in einer Zweiradklasse derart, dass der Start fast ¾ Stunde später begann. Wir drücken dem Verunglückten alle Daumen, dass ihm nichts Schlimmes passiert ist.

 

Der Start zum 2. Rennen verlief wieder gut und die Beiden konnten ihr Rennen aufnehmen. Das Problem mit dem Stottern konnten wir in der Pause leider nicht mehr beheben und so kotzte der Motor in jeder scharfen Kurve nur so rum. Die Rennkollegen kamen dann rasch näher und nutzen wiederum dieses Manko aus und fuhren vorbei. Aber unser Kämpferteam Frieder und Kati gaben ihr Bestes und kamen immer wieder gut ran. Es waren sehr schöne Fights zu sehen. Da diesmal auch nur 5 Runden zu fahren waren, war dieser Lauf auch schnell zu Ende. Zwei etwas erschöpfte aber mit lachenden Gesichtern kamen zum Fahrerlager zurück. Man spürte, dass die beiden Racer richtig Spaß auf der Strecke hatten.

 

Jetzt hieß es langsam zusammenpacken, da ja bekannter Weise der stotternde Motor kein gutes Ergebnis erhoffen lief. Es kam aber ganz anders: Durch den Ausfall eines Rennteams erlangte Fieder und Kati in der Gesamtwertung einen beachtlichen 3. Platz. So fanden wir zwei verwunderte Gesichter mit den schönen Pokalen bei der Siegerehrung auf dem Treppchen wieder. Unseren herzlichen Glückwunsch an die Beiden………..Ein toller Start in die Saison 2014

29.04.2014

 

Franciacorta 2014

Das erste Rennen auf einer neuen Strecke - Circuit Franciacorta, in Norditalien, etwa zwischen Mailand und Gardasee gelegen - bei schönstem Frühlingswetter. Am Gründonnerstag waren 6 Trainingsläufe angesagt. Frieder und Kati gingen um 10:00 Uhr morgens auf die Strecke und wollten den neu aufgebauten Motor testen. Nach nicht einmal 2 Runden wollte sich das drehende Innenleben des Motors unbedingt frische Luft verschaffen und katapultierte sich ohne Vorwarnung mitten durchs Gehäuse in die Freiheit - Scheiiiiiiiiiiiii.............

 

Frieder und ich machten uns sofort dran, den Ersatzmotor auszupacken und in die Rennsemmel einzubauen. Wir verloren nur einen Trainingslauf, da der Wechsel der Motoren reibungslos verlief. Öl kontrolliert, Sprit rein und in die Klamotten. Frieder und Kati verbesserten sich in jeder Runde und so standen sie in ihrer Klasse am Donnerstag vorerst auf der Pole Position für das Rennen am Sonntag. So blieb es auch während den Trainingsläufen am Samstag.  Sie verliefen reibungslos, aber mit keinerlei Rundenverbesserung.

 

Bei herrlichem Rennwetter und heulenden Motoren standen alle Gespannklassen auf der Strecke und harrten auf das Ampelsignal. Anscheinend war Frieder etwas übereifrig und legte fälschlicherweise den 2 Gang rein und versaute somit seinen Start. Es war ein sehr packendes Rennen und die Beiden konnten den Ersten nicht mehr vernaschen. So mussten sie sich mit dem 2. Platz zufrieden geben........ Trotzdem alle Achtung.

 

Das 2. Rennen verlief ebenfalls nicht so gut. Frieder und Kati kamen einfach beim Start nicht weg. Die engen Kurven verlangte vollste Konzentration. Da ein kleiner Fehler und die beiden verloren wieder einen Platz.

 

Fazit: beim 1. Rennen einen 2. Platz

          beim 2. Rennen einen 3. Platz

 

Wir gratulieren Frieder und Kati für diese enorme Leistung.

24.04.2014

 

 

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