Oschersleben 2017 mit Klassik Motorsport

 

Klassik Motorsport lud ein und alle kamen nach Oschersleben. Insgesamt waren 38 Gruppen gemeldet, die an diesem Wochenende mit ganz vielen Trainings und Rennen gespickt waren, was dann auch zu aller Zufriedenheit der Teilnehmer führte.

 

Der Wetterfrosch sagte voraus, dass es ein schönes Wochenende geben wird, mit einer Regenwahrscheinlichkeit von 35-45 %, am Sonntagnachmittag soll‘s regnen. Diesmal irrte der Frosch, denn es tröpfelte nur einmal kurz nachts und erst am späten Sonntagnachmittag sah man in der Ferne die ersten Gewitterwolken heranziehen, die aber der Veranstaltung nichts mehr anhaben konnte. Nur die aufkommende drückende Schwüle machte so Manchen zu schaffen.

 

Wir fuhren am frühen Freitagmorgen los und trafen so gegen 13:30 Uhr im Fahrerlager ein, das schon gewaltig gefüllt war. Frieder hielt uns schon ein kleines Plätzchen frei, sodass wir uns gemütlich zwischen den Fahrzeugen einreihen konnten. Das erste freie Training am Freitag wurde für etwa 17:00 Uhr angesagt, also hatten wir demensprechend Zeit zum Aufbauen, Maschine vorbereiten, Umziehen und noch eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen.

 

In der Seitenwagengruppe waren diesmal insgesamt 4 Seitenwagenklassen vertreten, die alle gleichzeitig auf die Strecke geschickt wurden. Da Frieder zum ersten Mal mit dem großen Haller-Gespann und dann auch noch mit neuen Reifen auf die Strecke ging, ließ er es ganz vorsichtig angehen, um die Fahreigenschaften des Renners mit der Strecke in Einklang zu bringen. Kati musste sich ebenfalls mit dem Streckenverlauf vertraut machen, denn obwohl die beiden schon oft hier waren, aber wie gesagt, waren sie noch nie mit dem großen Gespann hier und dem damit verbundenen Wechsel von Links- auf Rechtsboot. 

 

Wie erwartet, lief dieser erste Turn gut und die Beiden kamen mit strahlenden Gesichtern von der Strecke zurück. Danach hieß es Maschine durchchecken mit Ölkontrolle, Schrauben, Luftdruck usw. Nach dem Aufbocken des Vorderrads fiel mir auf, dass der Lenkkopf etwas Spiel hatte, was Frieder sofort korrigierte. Die Vorderradfelge war auch überdurchschnittlich heiß was uns veranlasste, das Vorderrad auszubauen und die Lager zu kontrollieren. Sie waren aber alle in Ordnung. Nur bei der weiteren Durchsicht zeigte ich Frieder die Bremsbeläge, die nur noch 1 mm, gegenüber den anderen von 5 mm aufwiesen. Frieder hatte keine neuen mehr dabei und so bauten wir alles mit einem unguten Gefühl wieder zusammen.

 

Bis zum Abendessen grübelte er nach und wir beschlossen aus Sicherheitsgründen die verbrauchten Beläge so zu tauschen, dass für die Rennen die höchstmögliche Sicherheit wieder hergestellt wird. Es ist ja Vorschrift, ein zweites Bremssystem, unabhängig vom Hauptsystem, installiert zu haben. Das Hauptsystem bremst mit der Fußbremse hydraulisch alle drei Räder und mit dem Handhebel wird nur das Vorderrad gebremst, als sogenannte Notbremse, mit eigenem hydraulischem Bremssystem. Frieder benutzt diese Handbremse während der Rennen nicht, also sind die Beläge noch so gut wie neu. Wir beschlossen am nächsten Morgen diese relativ neuen Beläge einfach mit dem Hauptsystem zu tauschen, was dann auch am folgenden Tag in 10 Minuten erledigt war.

 

Ob es daran gelegen hat weiß ich nicht, aber der zweite Trainingslauf am Samstag offenbarte Frieder eine wahrlich ungezügelte Freiheit und Kati musste sich ordentlich anstrengen mitzuhalten. Nach diesem Training sah ich große und freudestrahlende Augen von Frieder und Kati. Es hatte sich doch gelohnt.

 

Die Rote Zora wurde wieder anschließend überprüft, Batterie geladen, vollgetankt und für das letzte Training an diesem Samstag aufgestellt. Kati musste ihre Handballen richtig tapen, wegen einer blöden Blase an der Hand und ihren Anzug auch noch reparieren, der bei diesem heißen Turn ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Das letzte Training an diesem Tag verlief hervorragend und Frieder und Kati brannten ihre Bestzeit von 1:56.147 auf die Rennstrecke von Oschersleben. Für die Startaufstellung bedeutete dies die vierte Reihe. Tolle Leitung der Beiden und jetzt hieß es Feierabend machen und in den gemütlichen Teil des Tages übergehen, was wir auch gemeinsam unter dem Zeltdach von Frieder und Heike voll genossen. 

 

Das erste Rennen stand nun am Sonntag um etwa 11:30 Uhr auf dem Programm, was uns dazu verführte, den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück anzugehen. Ich hatte auch noch bis zum ersten Rennen genügend Zeit, die Vorbereitungen für die Siegerehrungen zu treffen und verschwand da mal kurz in die Boxengasse. Diesmal war auch die Internationale Sidecar Trophy mit an Bord, für die ich ebenfalls die Siegerehrung vorbereitete.

 

Der erste Lauf für die Gespannklassen nahte dann und ich huschte nur kurz über den Vorstart zur Rennstrecke. Da stand ich ganz vorne am Start, als die Gespannklasse zur Startaufstellung vorfuhr. Da bekommst du schon Gänsehaut, wenn du diese wilde Horde hautnah vor Augen hast, die Startampel ausgeht und alle nach vorne preschen, der Sound – unvorstellbar, gigantisch, atemberaubend, vibrierend und duftend nach Motoren.

 

Der Start von den Beiden gelang zwar nicht ganz so gut und einer von ihrer Klasse konnte sich geradeso vor Frieder und Kati schieben bis sie im Horizont verschwanden. Ich blieb natürlich im Starthäuschen und wartete ungeduldig auf die Beiden, bis sie endlich in der letzten Rechtskurve vor der Start- und Zielgeraden wieder auftauchten, leider immer noch hinter ihrem Kollegen. Was für ein Gedonner, als die Beiden an mir vorbeischossen, im immer noch dichten Gespannfeld. 

 

So ging es Runde für Runde und ich sah, dass sich Frieder und Kati langsam an den Vordermann heran machten und dann beim nächsten Vorbeifahren den Konkurrenten hinter sich ließen. Ich verfolgte mit großer Aufregung das Renngeschehen und sah bei jedem Vorbeifahren, dass sich ein richtiger Kampf zwischen den beiden Konkurrenten entbrannt hatte. Bis die letzte Runde angezeigt wurde, fuhren die Beiden immer noch auf dem zweiten Platz, dicht gefolgt von ihrem Verfolger. Voller Aufregung starrte ich auf die letzte Rechtskurve vor dem Ziel und sah nun endlich das Ergebnis: Frieder und Kati donnerten als Zweite über die Ziellinie, ungeschlagen vor dem direkten Konkurrenten. Ich hatte doch jetzt leicht feuchte Augen bekommen. Eine tolle Leistung dieser beiden Wilden in Oschersleben. Die Fahrt dorthin hatte sich wirklich gelohnt.

 

Für mich ging es ja schon Samstagabend nach den ersten Rennläufen mit den Siegerehrungen los. Besonders schön war, dass uns Ralf Bohnhorst, Geschäftsführer der Arena Oschersleben, die Benutzung der großen Siegerehrungstribüne erlaubt hatte. Das war auch ein schönes Erlebnis, da oben neben den Siegern zu stehen, vor dem klatschenden Publikum.

 

Am Sonntagnachmittag in der Mittagspause, fanden ebenfalls die Siegerehrungen in dieser tollen Atmosphäre statt. Da ja bald die nächsten Rennen anstanden, musste alles sehr schnell gehen, weil das Vorbeidonnern der Motorräder die Moderation unmöglich machte. Die Siegerehrungen für die zweiten Läufe fanden dann auf der gegenüberliegenden, dem Fahrerlager zugewandten Seite, statt. Da war es  auch ruhig genug und kein Motorenlärm störte. Nach dem letzten Lauf dieser Veranstaltung, dem Gespannlauf, bei dem Frieder und Kati nicht mehr teilnahmen, war dann auch meine Arbeit zu Ende und wir konnten unsere Sachen packen, fertig zur Heimreise. Die unangenehme Schwüle blieb auch bei Frieder nicht ohne Folgen. Zum ersten Rennen musste er seine Nase schon tamponieren, da diesmal nicht sein Gespann, sondern er Flüssigkeit verlor. Sie blutete leicht.

 

Die Entscheidung nicht zum zweiten Rennen mehr anzutreten, erübrig sich hier weiteren Kommentars. Es war richtig. Nur zum Unglück verlor sein Wohnmobil auch etwas, und zwar Luft – der rechte Hinterradreifen war platt – Zwischen Einpacken und Moderation hin und her pendelnd, half ich noch Frieder schnell den Reifen zu wechseln. So konnte er noch gut auf die nächste Strecke, die Reise nach Hause gehen. Das war schon etwas aufregend.

 

Fazit.

Oschersleben, die jüngste Rennstrecke in Deutschland, feierte gerade mit Erfolg ihr 20-jähriges Bestehen. Sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand, komplette zuschauerfreundlich innenliegende, auf einem Plateau befindliche Tribünen, die eine komplette Übersicht über fast die gesamte Strecke geben, saubere sanitäre Anlagen, Essensmöglichkeiten mittendrin und ein riesiges Fahrerlager attestieren der Arena Oschersleben ihre Erfolgsgeschichte. Nebenbei bemerkt, ist die harmonische Strecke abwechslungsreich, griffig und von allen Fahrern mehr als sehr beliebt. 

                                   

Wir werden wieder kommen. 

Kottulinsky Revival 2017 in Schleiz


Was muss man oft von Kindern hören oder lesen…….. so fängt wohl ein sehr bekanntes Märchen der Gebrüder Grimm an. Nur leider war dies in Schleiz kein Märchen, sondern bitterer Ernst, später mehr davon.


Die Wetterfrösche prophezeiten ein durchwachsenes Wetter mit Regen, Gewitter, Sturmböen und Wolken. Am Freitag war es nachmittags bis abends nass, über die Nacht regnete es und am Samstag kam ab und zu die Sonne hinter den Wolken hervor, aber komplett trocken. Der Sonntag war in etwa genauso, nur wenn die Sonne richtig raus kam und der sehr kalte Wind abflaute, kochte es im Fahrerlager mit einer unangenehmen Schwüle.


Die Anreise am Donnerstagabend gestaltete sich ohne Problem bis wir ins sehr volle Fahrerlager ankamen. Glücklicher Weise fanden wir noch ein Plätzchen direkt bei den Gespannen. Diesmal waren wieder die 4-rädrigen Blechkisten mit dabei, was ein sehr enges Zusammenrücken erforderte.


Insgesamt waren 4 Läufe vorgesehen: 1 x Freitag, 1 x Samstag und die beiden Rennläufe am Sonntag. Der Veranstalter hatte diesmal etwas mehr für die Zwei- und Dreiradfraktion übrig, denn alle Läufe fanden jeweils immer vormittags statt. Der Rest des Tages war für die 4-Räder vorgesehen.


Das freie Training am Freitag, diesmal auf der großen Haller-BMW, verlief sehr gut. Die ersten beiden Runden zwar noch etwas verhalten zum Eingewöhnen, dann aber volles Rohr über die Strecke und Frieder und Kati brannten ihre persönliche Bestzeit von 1:58 min in die älteste und schönste Naturrennstrecke von Deutschland, in den Asphalt des Schleizer Dreiecks. Anschließend wurde die Maschine ordentlich durchgecheckt und wir konnten uns danach den ganzen Tag auf die faule Haut legen. 


Dann am Freitagnachmittag kam Wilhelm Busch. Es wurde einmal still auf dem Schleizer Dreieck, bis uns die Durchsage im Fahrerlager mitteilte, dass es zu Verzögerungen kommt. Es soll eine Schallschutzwand, die als Auflage für diese Veranstaltung notwendig war, nicht aufgestellt worden sein. Aha, diesmal hatte die 4-Rad-Fraktion Pech und mussten solange warteten, bis die Lautsprecherstimme zum weiteren Training aufrief. Das war der erste Streich und der zweite folgt sogleich.


Am Samstagmorgen ging es dann erst wieder für uns weiter. Das Pflichttraining absolvierten die Beiden souverän und konnten einen 4. Startplatz in der Startaufstellung erfahren. Toll. Da kam wieder eine Durchsage, dass die Zeiten sich geändert haben. Also ab zum Glaskasten, um die neue Zeiten zu studieren. Ups, entgegen dem alten Zeitplan soll jetzt das erste Rennen am heutigen Samstag stattfinden. Aha. Das war der zweite Streich und der dritte folgt sogleich.


Etwa eine Stunde später erfolgte wiederum eine Durchsage, dass sich die Zeiten erneut verändert haben. Also, wieder zum Glaskasten um die neuen Zeiten zu erfahren. Ups, jetzt gibt es heute kein Rennen für die Gespanne mehr, sondern, fast wie im Urzeitplan, 2 Rennen am Sonntag, nur angenehmerweise etwas später, nicht in aller Herrgottsfrühe. Aha, ein weiterer schöner Tag im Fahrerlager.


Das war der dritte Streich und der letzte folgt sogleich. Am Sonntagmorgen sollte das erste Rennen starten, bis die Fahrerlagerstimme uns zum Warten aufrief. Die sagenhaften Buschtrommeln im Fahrerlager sind schon eine tolle Sache. So erfuhren wir, dass doch tatsächlich irgendjemand an den Airfences über Nacht die Luft abgelassen hatte. Es klang schon beinahe wie Sabotage.


Nachdem dieses Problem auch endlich gelöst war, konnte es etwa 1/2 Stunde später als im Zeitplan vorgesehen, losgehen. Es gab keinen Kupplungsstart, sondern wie auch schon für die Trainings gab es den sogenannten fliegenden Start, bei dem ein Fahrzeug vorneweg fährt, das Tempo bestimmt und das Rennen durch das Ausfahren von der Strecke soweit frei signalisiert und die Schwarz-Rot-Gold-Flagge den Start freigibt. Während der Einführungs-runde wurde Gelb geschwenkt, was alle Fahrer zum absoluten Überholverbot aufforderte. Ob sich mancher daran hielt, ist eine andere Frage. Frieder und Kati kamen schon sehr gut weg, nur einer konnte sich noch an den Beiden ganz außen vorbei mogeln. Die Beiden hielten ihre Position bis zur Zielflagge und konnten einen Superplatz einfahren. Meinen herzlichen Glückwunsch an das Team.


Der zweite Lauf verlief fast identisch wie der erste Lauf. Wiederum mogelte sich einer an Frieder vorbei. In der zweitletzten Runde kam Frieder kurz an ihm vorbei, ließ ihn aber doch wieder vorbei, denn die Sicherheit geht einfach vor. Es geht ja um keine Weltmeisterschaft und die Gesundheit ist einfach vorrangig bei unserem Hobby, denn alle sollen wieder gesund nach Hause kommen. So sahen die Beiden als fünfte die Zielflagge. Eine tolle Leistung der Beiden. 


Später zuhause, als die Rundenzeiten offen lagen, konnte Kati es nicht glauben, dass das Team ihre alte Bestzeit von 1:58 min auf 1:56 min, wohlgemerkt in beiden Läufen, verbessern konnte. Wow.


Fazit:

              

Eine diesmal etwas aufregende Veranstaltung, die noch Verbesserungspotential besitzt. Aber die einmalige Atmosphäre von Schleiz hat wieder in unseren Köpfen für Begeisterung gesorgt. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr – Schleiz, wir kommen wieder. 

Assen 2017

 

Wenn du mal in Assen warst, möchtest du immer wieder her kommen. Leuchtende Augen und lachende Gesichter der Teilnehmer betätigten auch unsere Meinung.

 

Zuerst aber zum Wetter: Wie angekündigt, am Freitag noch etwas feucht mit leichtem Regen, auch noch kurz nachts, Samstag und Sonntag wolkig und öfters mit schönem Sonnenschein, also die idealen Voraussetzungen für dieses ereignisreiche Rennwochenende.

 

Die Anreise nach Assen gestaltete sich sehr angenehm, zwar schon 653 km zum Fahren, aber ohne Stau und Verzögerungen. Die Strecke liegt direkt an einer Autobahnabfahrt und sehr gut über eine 4-spurige Straße zu erreichen. Wir waren fast verloren in dem riesigen Fahrerlager, das keine Wünsche mehr offen ließ. Die sanitären Anlagen waren vorzüglich ausgestattet und Strom und Wasser reichlich vorhanden. Kein Wunder, es ist ja auch eine aktuelle MotoGP-Rennstrecke. Auch für die Zuschauer ist bestens gesorgt, denn auf dem riesigen Dach der Boxengasse und des VIP-Bereichs hast du einen schönen Überblick über die Strecke.

 

Da wir diesmal nicht am Renngeschehen aktiv teilnahmen, sondern ausschließlich im Orga-Team tätig waren, kam auch keine große Hektik für Papierabnahme, technische Abnahme usw. auf. Wir schlugen gemütlich unsere Zelte auf und standen also direkt neben dem Gespannteam Holger und Frank, das mit dem ältesten Gespann, einem BMW-Kneeler von 1967, angereist kam.

 

Unsere Aufgabe war die Siegerehrungen durchzuführen, mit Auf- und Abbau der kleinen Bühne, Bereitstellung der Trophäen und natürlich die Übergabe an die Sieger. Dazu hatten wir reichlich Zeit, soviel Zeit sogar, dass wir am Samstag einen kleinen Motorradausflug ans Meer wagten. Auf der Straße an Wasserkanälen vorbei, die sogenannten Krachten, die entlang dem gegenüberliegenden Ufer mit schnuckeligen Häuschen gesäumt waren, alle mit Bootssteg und eigenem Boot vor jedem Haus. Wunderschön. 

 

Die ersten Trainingsläufe am Freitag verliefen alle etwas verhalten, da die Strecke noch nass war und die meisten Teilnehmer auch zum ersten Mal in Assen waren. Am Samstag jedoch, als die ersten Sonnenstrahlen die Strecke trocknete, wagte der eine oder andere ordentlich den Gashahn aufzuziehen. Am Ende der Trainingsläufe wollte ich natürlich ein Feedback von den Rennfahrern erhaschen. Sie bestätigten mir nur Positives: Strecke obergeil….…. super…..… viele Kurven….... kannst richtig Gas geben….…. Boaah eeeh….…. Macht richtig Spaß…… will mehr.

 

Am Sonntag, dem Renntag, waren also alle so heiß aufs Fahren. Leider durften wir erst ab 11:00 Uhr morgens starten, da die örtlichen Auflagen ein früheres Starten nicht erlaubte. So konnten Kati und ich nicht eine gesammelte Siegerehrung nach den ersten Läufen durchführen, sondern immer nur eine kleine nach jedem Rennen. Auch hier kamen nach meinem Nachfragen immer nur positive Berichte über die Strecke und auch über die gesamte Veranstaltung.

 

Holger und Frank, wohlgemerkt mit dem ältesten und schwächstem Gespann, ließen es sich nicht nehmen, ordentlich über die Strecke zu fegen, so schnell, dass sie nicht als letzte über die Ziellinie schossen, sondern weit vor einem dicken Gespann mit einem Harley-Motor. Die Beiden kamen dann zwar erschöpft, aber mit funkelnden Augen zurück ins Fahrerlager. Das habt ihr prima gemacht.

Holger und Frank in voller Fahrt

 

Nachdem die letzte Siegerehrung vorbei war und wir alles gut in unserem Bus verstaut hatten, wollten wir die Heimreise antreten. Der Startversuch endete kläglich mit einem kurzen Husten des Motors und Ende und Aus. Die örtliche Wegenwacht kam, fand keinen Fehler und tröstete uns mit dem Abschleppdienst an nächsten Morgen.

 

Auch die Reparaturversuche am Montag in einer Werkstatt endeten kläglich ohne Erfolg, sodass wir auch noch zusätzlich eine Nacht ins Hotel mussten. Am Dienstag um etwa 11:30 Uhr lief der endlich Wagen, sodass wir 1 Stunde später und 900 Euro ärmer die Heimreise antreten konnten. Die Spritpumpe wurde erneuert, leider nicht so wie wir uns das vorstellten, denn als wir zuhause ankamen und volltanken wollten, sprudelte der Sprit unter dem Bus nur so heraus und wir hinterließen eine riesige Lache an der Tanke, natürlich anschließend mit Ölbinder bestreut.  

 

Fazit:

                       

Alle bestätigten uns, dass diese Strecke die wohl schönste Rennstrecke war, die sie bis jetzt gefahren sind. Das Ambiente stimmte perfekt. Alles lief wie am Schnürchen. Nächstes Jahr wird Assen ganz dick im Kalender angekreuzt, um diese schöne Veranstaltung auf keinen Fall zu versäumen. Wir denken doch mit ein bisschen Wehmut zurück, da uns diese schöne Rennstrecke zusätzlich 2 Tage Zwangsurlaub beschert hatte. 

Sachsenring Classic 2017

 

Der Sachsenring lud zum 90. Geburtstag ein und alle kamen, allen voraus Giacomo Agostini, der auch seinen 75. Geburtstag auf dem Ring feierte. Phil Read, Kevin Schwantz, Freddy Spencer, Marco Luccinello, Johnny Cecotto, Gianfranco Bonera, Carlos Lavado, Gert Bender, Dieter Braun, Heinz Rosner, Max Deubel, Ralf Waldmann und und………..alle waren sie da und feierten mit.

 

Was wären unsere Rennberichte ohne unseren traditionellen Wetterbericht. Der Wettergott versprach uns ein kunterbuntes Wochenende, abwechselnd mit Sonne und Regen. Am Freitag kam ein gewaltiger Tusch herab, am Samstag schien die Sonne, mit Wolken durchwachsen, dann teilweise windig und kalt. Am Sonntag sah es fast nach Regen aus, zog knapp vorbei und ließ nur drei Tröpfchen fallen, dann wieder Sonne, Wolken und kalter Wind.

 

Wir kamen am Donnerstagabend an und hatten im Fahrerlager die große Auswahl für unseren Standort, sodass wir am Freitag ohne Stress starten konnten. Die kleine Paula wurde kurz vor dem Start durchgecheckt und betankt. So sollte es dann zum ersten Training auf die Piste. Kurz angeschoben und schon ging es los zum Vorstart. Kurz vor Freigabe, wie soll‘s auch anders sein, kam dann die gewaltige Regendusche über uns – alle fluchten …

 

Es nütze nichts, im strömenden Regen ging es um etwa 11:15 Uhr raus auf die Strecke und alle absolvierten ihr Pensum. Genau zum Ende des Trainings hörte es schlagartig auf zu regnen – sollten die Gespannfahrer das persönlich nehmen? Nun denn, wie dem auch sei, es kamen alle bis auf die Haut durchnässt, mich eingeschlossen, ins Fahrerlager zurück. Da hieß es erst mal alles Trockenlegen, umziehen und das nasse Leder in den aufkommenden Wind hängen.

  

Frieder und Kati im Regen
Holger und Frank

 

Frieder berichtete anschließend, dass schon wieder Aussetzer vom Motor vorgekommen sind. Die Batterie wurde wieder geladen und die Elektrik zeigte keine Auffälligkeiten. Das Gespann wurde noch vollgetankt für das Pflichttraining am Nachmittag – Frieder und Kati hofften auf angetrocknetes Leder, um dem klammen Gruß zu entgehen.

Im Omega

 

Wind und Sonne taten ihr bestes und die Kombis war einigermaßen zu ertragen. Lediglich die Handschuhe waren noch ziemlich feucht. So fuhren die Beiden raus zum Training, es war mittlerweile 15:30 Uhr, diesmal ohne Regen. Ich begleitete Frieder und Kati immer bis zum Vorstart und half beim Anschieben, um Kati für den Schiebestart an den zwei Renntagen zu entlasten. Mit einer ordentlichen Startposition kamen dann schließlich Beide vom Ring zurück und waren damit sichtlich zufrieden.

 

Meine zwischenzeitliche Aufgabe war die Vorbereitungen für die Siegerehrungen und das Abstimmen vor Ort mit den dortigen Verantwortlichen. Tatkräftige Unterstützung hatte ich dann abwechselnd von den beiden Katis, die mir wirklich sehr geholfen hatten. So konnten wir dem Samstag für das erste Rennen getrost ins Auge schauen.

  

Kati und Kati

 

Um 14:27 Uhr sollte es losgehen. Ich schob das Gespann an und fuhr mit bis zum Vorstart. Durch die mit dem Handschuh verbundener Sicherheitsleine konnte Frieder beim Absteigen kein Gas geben, was ich dann übernahm - wie ich das schon des Öfteren gemacht hatte. Paula fing an zu Stottern und ging aus. Das Plus-Kabel von der Batterie hatte sich gelöst, was auch ganz einfach vor Ort zu beheben war. Als die grüne Flagge zum Start aufrief, wollten wir sie wieder anschieben, was auch nach mehrmaligen Versuchen leider scheiterte. Aus und vorbei. Zerknirscht schoben wir das Renngespann zurück ins Fahrerlager und versuchten dort auf Frieders elektrischer Startmaschine erneut zu starten, was aber wieder misslang.

 

Frieder ahnte schon den Übeltäter und wechselte die Starterbatterie aus und Schwupps, ohne große Anstrengung, lief Paula an, leider zu spät. Die Ersatzbatterie hängten wir zum Laden ans Netz, um wenigstens für das sonntägliche Rennen startklar zu sein. Frieder ließ es jedoch keine Ruhe und korrigierte auch noch die Zündeinstellung. Die anschließende Probefahrt zum Marktplatz wurde dann zu einem besonderen Erlebnis.

 

Der Sachsenring rief alle interessierten Fahrer auf, am großen Stadtkorso durch Hohenstein-Ernstthal mitzumachen. Das war natürlich die optimale Testgelegenheit für Paula. Komplett in Rennkleidung ging es dann los in die Stadt. Ich hatte da schon mit den ersten Siegerehrungen zu tun und konnte leider nicht mit.

 

Erst so um 21:00 Uhr kamen zwei überglückliche Gesichter zurück und berichteten, was in der Stadt los war. Von tausenden von Menschen umringt, winkend und grölend an der Strecke, hatten die Beiden ein Erlebnis der besonderen Art, das hier kaum zu beschreiben ist. Übrigens lief das Gespann wieder tadellos. Neu aufgeladen, ging Paula im Anhänger schlafen, um die Beiden ausgeruht am nächsten Tag über die Rennstrecke zu tragen.

 

Das letzte Rennen der Gespanne für diese Veranstaltung startete um 8:50 Uhr am Sonntag. Ich konnte diesmal nicht helfen, da schon die ersten Siegerehrungen anstanden. Ich konnte nur noch vom Dach der Boxengasse den Schiebestart der Gespanne verfolgen. Kati schob kräftig an und die Beiden kamen gut weg. Auf der Gegengerade sah ich das Renngespann, Kati ganz klein im Boot, Frieder in seiner typischen Haltung, mit Höchstgeschwindigkeit über die Piste donnern. Toll. Holger flog mit Frank weit voraus an 2. Stelle über die Piste, dicht gefolgt von seinem direkten Gegner.

  

 

Ich musste dann weg aber ließ mir dann alles später von den Beiden haarklein erläutern, wie das Rennen verlief. Die beiden verschwitzten, aber glückliche Gesichter erzählten mir alles Übrige. Da dies ja ein Gleichmäßigkeitslauf war, war mit einem Podestplatz nicht zu rechnen, aber wohl mit der höchsten Punktzahl.

  

Holger und Frank

 

Fazit:

 

Der Sachsenring ist eine der schwierigsten Strecken der Welt, was auch viele GP-Piloten bestätigen, aber mit dem Blickwinkel des ganzen Umfeldes, eine wahnsinnstolle Anlage. Offizielle Zahlen für den Samstag und Sonntag bestätigen dies mit über 45.000 Besuchern, wohlgemerkt die Menschenmasse am Freitag kommt da noch hinzu. Essen und Trinken war reichlich vorhanden. Musik und Tanz gab’s auch. Händler boten ihre vielfältigen Waren feil. Eine kleine MotoGP-Veranstaltung, bei der die ehemaligen Weltmeister nicht vergessen und auch gebührend gefeiert und geehrt wurden. Die Ehrenrunden und auch das Schaurennen dieser Größen war ein Highlight dieser Veranstaltung.

 

Sachsenring - ihr seid klasse.


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Walldürn 2017

 

Es war nun soweit, der Odenwaldring in Walldürn die 10. konnte kommen. Die Wetterprognosen stimmten: Am Freitag Regen mit Gewitter, dann am Samstag wolkig und Sonne und am Sonntag ebenso. Der freitagabendliche sehr heftige Gewitterregen ließ so manchen jedoch wieder zweifeln die Erinnerungen an die Veranstaltung im letzten Jahr hinterließen wohl doch noch ihre Spuren. Wieder flogen einige Zelte davon und die Wiese wurde nasser und nasser. Aber das Unwetter wurde am Abend mit einem wunderschönen doppelten Regenbogen beendet. 

 

Die im Bericht vom Fischereihafenrennen angekündigte Überraschung kam hier auf dem Odenwaldring zum tragen. Kurz noch zur Vorgeschichte: Frieder stand am Hafenbecken in Bremerhaven neben mir und wir unterhielten uns: Fahr du mit dem Gespann in Walldürn", kam es einfach so aus Frieder raus. Ich konnte es nicht fassen und Frieder wiederholte sein Anliegen. Das war für mich wirklich eine Mega-Überraschung, dass ich sein Heiligtum" in Walldürn auf dem Odenwaldring bewegen durfte. Ich war überglücklich und nahm dankend an. 

 

Am Freitagnachmittag sollte also unser Debüt mit dem Gespann Paula" sein. Doch etwas aufgeregt standen Kati und ich am Vorstart und warteten auf unseren Start. Pünktlich gingen wir mit den anderen Gespannen auf die Strecke und ich zog achtsam am Gas. Leider stotterte sie wie in Bremerhaven noch immer und erst nach einer halben Runde lief sie rund. Es machte immer mehr Spaß und ich ließ die Maschine laufen. Runde um Runde wurde es besser. Kati war am Schluss mit meiner Leistung zufrieden und den einen kleinen Patzer über die Curbs wurde mir auch augenzwinkernd verziehen. Also ein gelungener Auftakt mit Kati und mir. 

 

Am Samstagmorgen stand das zweite freie Training an. Mir ließ aber das Stottern keine Ruhe und ich stellte fest, dass etwas Ruß am Auspuff des linken Zylinders klebte. Kurzerhand wechselte ich die Zündkerze und siehe da, die kleine Paula drehte beim ersten Starten wieder rund und ließ ihren gewohnten Sound von sich. So ging es dann auch auf die Strecke. Wunderbar nahm sie jetzt das Gas an und meine Runden wurden immer souveräner. Kati arbeitete hervorragend im Boot, was mir natürlich komplett zugutekam. Mit zwei glücklichen Gesichtern verließen wir dieses zweite freie Training und warteten anschließend auf Frieder, der uns seinen Besuch schon in Bremerhaven angekündigt hatte.   


So langsam trudelte auch das Publikum ein und es wurde immer voller auf dem noch letzten existierenden Flugplatzrennen von Deutschland. Endlich kam auch Frieder und sah über die Maschine. Jetzt war die Welt vollkommen verdreht, ich war Fahrer und Frieder plötzlich Mechaniker. Gemeinsam checkten wir das Gespann und stellen fest, dass sie etwas ölte. Das relativ lose eingesteckte Ölthermostat wurde mit Isolierband umwickelt und dieser Mangel war schnell behoben. Beim weiteren Check stellte Frieder eine lose Schraube am linken Zylinder fest. Schnell die Schraube im kalten Zustand anziehen. Was wäre wenn………..gar nicht daran denken.

 

So ging es zum Pflichttraining auf Strecke. Die Maschine lief tadellos und Kati und ich konnten unsere Zeiten wiederum verbessern, wohlgemerkt über uns die schwebenden Argusaugen von Frieder. Am Ende des Trainings bescheinigte uns Frieder, dass wir sehr gut gefahren sind….. puuuuh.

  

Das eigentliche Rennen begann am Sonntag. Die Maschine wurde nochmals geprüft und so ging es dann zum Vorstart. Mit voller Konzentration fuhren wir auf die Strecke und hielten an der Startlinie. Nachdem die grüne Flagge zur Warmup-Runde fiel, donnerten alle los. Nach dieser Runde kamen wir zurück zum eigentlichen Start und wurden wieder in die richtige Startposition gelotst, wartend auf den Start, der diesmal über die Ampel erfolgte.

  

Zuerst leuchtete sie Rot und beim Erlöschen donnerte die Meute voll los. Da konnte ich etwas Boden gutmachen, da ich sehr gut weg kam. Die erste Links und Kati war schon draußen. Sehr eng ging es da zu. Die nächste Schikane folgte und ich musste mit diesem Gespann aus dem Jahre 1967 richtig arbeiten. Es machte wahrhaftig Spaß. Da wir alle gemeinsam, in verschiedene Klassen aufgeteilt, starteten, war es klar, dass wir irgendwann auch überrundet werden würden. In der Geraden flog da schon mal ein F1- Gespann vorbei, aber in den Kurven war es dann nicht viel schneller als wir. Runde um Runde spulten wir ab bis zum Schluss die schwarzweiß karierte Flagge uns abwinkte. Ein tolles Race. Schweißüberströmt, aber glücklich fuhren wir zurück ins Fahrerlager.

  

  

Die Gespannfahrer sind schon wie eine große Familie. Wir beglückwünschten uns gegenseitig und ich sah überall das Leuchten in den Augen der Kollegen. Unsere leuchteten auch. Da das nächste Rennen um 16:30 startete und ich für die Siegerehrungen um 17:00 Uhr zuständig war, hatten wir dann beschlossen zum zweiten Rennen nicht mehr anzutreten. So konnten wir schon mal in aller Ruhe alles einpacken und ich mich auf die Ehrungen vorbereiten. 

 

Fazit:

Der Odenwaldring, ausgetragen auf dem Flugplatz von Walldürn, ist immer eine Reise wert. Das besondere Flair, die direkte Nähe von Zuschauer zu den Akteuren hat schon seinen besonderen Reiz. Als Stargast kam Freddy Spencer, den ich dann auch zur Siegerehrung für die Gespanne einfach mit eingebunden hatte. Anja hat sich wohl sehr darüber gefreut. Eine gelungene Veranstaltung bei wunderschönem Wetter, die zudem noch ein besonderes Kleinod ist, nämlich das letzte existierende Flugplatzrennen in unseren Gefilden.


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Fischereihafenrennen 2017

 

Laut  roh  echt………..was gibt es noch mehr dazu zu sagen. Eigentlich nichts, denn so war es auch.

 

Anfangen möchte ich mit dem Wetter im hohen Norden, genauer gesagt, das Wetter von Bremerhaven. Die Wetterfrösche hatten mal Recht. Am Freitag bis zum Mittag recht feucht, in der Nacht zum Samstag Regen und dann tags Sonnenschein, wiederum nachts etwas Regen und dann wieder Sonnenschein mit einigen Wolken. Montags wieder genauso. Jo, so war’s.

 

Die Anreise am Donnerstag gestaltete sich für uns sehr angenehm, da wir mit einem Zwischenstopp unterwegs waren und gemütlich am Freitag ankamen. Für uns war ein extra gestaltetes Fahrerlager, in dem nur Gespanne zugelassen waren, eingerichtet. Danke an Jürgen, der das so klasse organisiert hatte. Wir standen auf trockenem Boden, direkt an einem Hafenbecken, an dem der eine oder andere riesige Pott tieftönend mit seinem gewaltigen Schiffshorn an uns vorbei glitt – beeindruckend.

 

 

Unsere Zeltstadt war schnell aufgebaut und wir wollten uns dann mal das Treiben auf der Gasse anschauen. Unglaublich, mitten im noch öffentlichen Verkehr fuhren die strohballenbeladenen Fuhrwerke umher und luden diese mitten auf der Straße ab. Riesig getürmte Strohberge lagen also mitten auf der Straße herum und die Autos fuhren drum herum, als wären sie nichts anderes gewohnt.

 

Wir gingen weiter auf der noch herzustellenden Rennstrecke und kamen parallel zu einer Renngeraden an der Fan-Meile vorbei. Sowas kann man nicht schildern, man muss es gesehen haben. Hier lagerten, hausten oder campierten die Fans - schon jetzt viele vollgedröhnt mit Alkohol, lauter Musik, durchdrehenden qualmenden Hinterradreifen und sogar mit einem pressluftbetriebenen Nebelhorn, mit dem sie tiefgrollend ihr Unwesen trieben. Auf dem Dach eines Bullis saßen schon die „Verrückten“ auf einer Art Terrassenaufbau, lümmelten sich in ihre Stühle und zogen sich flaschenweise Jägermeister rein – also die großen Pullen – die vorne dann in einer Art „Blumenkasten“ mit unterschiedlichen Füllhöhen für jeden gut sichtbar abgestellt wurden. Wir wurden dann mit einer Laola-Welle begrüßt…. Laut roh echt. 

 

Zurück im Fahrerlager gingen wir erstmal ruhigeren Aufgaben nach: Papier-  und technische Abnahme – alles ohne Probleme oder großen Aufwand. Nur Frieders Helm sollte keinen Aufkleber bekommen – Hans stellte einen einwandfreien Ersatz zur Verfügung und so stand den lauten, rohen und echten Pfingstfeiertagen nichts mehr im Weg. Nach einem schönen und angenehmen Abend fielen wir dann alle erwartungsfroh ins Bett.

 

Wir hatten den Samstag ja frei und genossen den ganzen Tag mit schlendern, schmökern, shoppen und es uns einfach gut gehen lassen – also futtern. Das Zentrum des Fischereihafens bot viel Abwechslung und hin und wieder tuckerte ein Mast vorbei oder schallte ein Horn durch die warme Meeresluft. Den Abend verbrachten wir bei den Kollegen und Lokalmatadoren Holger, Birgit und Frank und alberten öfter mal im „Werner Brösel Stil“ herum.

 

Hinnis Mannschaft zauberte über Nacht einen etwa 1m hohen lückenlosen Strohballenwall an den Streckenrand – eine Wahnsinnsleistung des Veranstalters. Die Start- und Zielgerade wurde zum Schutz der Zuschauer mit Betonleitplanken und aufgesetzten 3 m hohen Fangzäunen ausgerüstet und für die Fahrer waren noch Airfence davor arrangiert. Eine Brücke führte in den Innenbereich, der für die Händlermeile, alles rund ums Motorrad, reserviert war. Dort gab es auch tausenderlei Leckereien, natürlich viel Fisch, aber auch superleckere Fleischspieße und Exkursionen in diverse Küchen verschiedener Stile und Länder. Für kleinere Gäste war auch ein spezielles Bespaßungsangebot vorgesehen, wie Mini-Quadfahren.

 

Die erste Erkundungsfahrt mit der 500er BMW stand um 10:00 Uhr auf dem Programm. Da Frieder und Kati diesmal auf Einladung zum Demolauf, also ohne Wertung antraten, war alles ganz entspannt. Die kleine P58 – unsere Paula – stand bereit. Leider lief sie nicht richtig an, hustete leicht und der linke Zylinder zeigte Aussetzer. Die beiden fuhren los zum Vorstart. Insgesamt waren 28 prachtvolle Renngespanne am Start. Sitzer und Kneeler. Ein wunderschöner Anblick, den es leider immer weniger gibt. Dieses große Gespannfeld zu organisieren, war eine richtig große Leistung von Jürgen – DANKE !

 

Nach Freigabe donnerten alle Gespanne los auf die Strecke. Holger und Frank konnten sich als alte Streckenkenner ganz vorne einreihen und schossen schon in der ersten Runde weit den anderen voraus. Frieder und Kati ließen sich als Streckenneulinge Zeit und bogen sichtbar später in die letzte Linkskurve vor Start-Ziel ein, um dann voll Speed die Zielgerade entlang zu donnern. Inzwischen drehte der Motor einwandfrei und verbreitete seinen typischen kernigen Sound. Ich stand ganz vorne, Axel sei Dank, und konnte mit dem Tele schöne Fotos schießen. Wieder zurück im Fahrerlager berichteten die Beiden, dass etwa nach einer halben Runde erst der Motor richtig drehte.

  

 

Ich sah in zwei glückliche Gesichter, die mir gleich ihre Erlebnisse auf der Strecke mittteilen wollten. Eine enge, aber sehr spannende und kurvenreiche Strecke, die die eine oder andere schwierige Passage hat. Keine Hochgeschwindigkeitsstrecke, sondern anspruchsvoll, die eine Unachtsamkeit so einfach nicht verzeiht. Außerdem Bordsteine und keine Auslaufzonen – da muss die Harmonie von Linie und Geschwindigkeit stimmen.

 

Nach dem Abkühlen der Maschine gingen wir auf Fehlersuche, um das anfängliche Stottern zu beheben. Alle Kabel, Kerzenstecker und Sicherungen wurden überprüft, aber nichts gefunden. So ging es dann zum 2. Lauf um 13.45 Uhr. Holger konnte seinen Vorsprung unangefochten verteidigen. Frieder und Kati kämpften anfänglich wieder mit Stottern und später hatte Paula einen Leistungsverlust. Nur wenige Runden konnten die Zwei frei um den Kurs donnern. Frieder vermutete, dass die Spritpumpe nicht mehr in Ordnung sei. So war es auch. Wohlweislich hatte er eine neue dabei, die ich dann einbaute und somit die Spritversorgung wieder gesichert war.

 

Der dritte Turn um 16:45 Uhr lief wieder besser. Das Stottern war zwar anfangs immer noch da, aber nachdem den Motor die Wärme durchströmte, lief er tadellos. Überall standen und liefen Zuschauer, an der Strecke, bei den Gastronomen und im Fahrerlager. Nach einer ruhigen „Winkerunde“ kam noch der Weg zurück ins Fahrerlager, vorbei an umher schlendernden Menschenmassen. Inzwischen hatte ich jede Menge Fotos auf den Speicherkarten.

 

Der eigentliche Renntag am Montag kam - und wie er kam. Menschen über Menschen strömten zum Hafen. Ein Durchfahren mit den Gespannen war fast nicht mehr möglich. Der Weg zum Vorstart – ein Gewimmel von Menschen. Endlich angekommen, konnten alle aufatmen und sich auf das kommende Rennen vorbereiten. Um 12:30 Uhr starteten wie immer Holger und Frank ganz vorne und flogen nur so über den Asphalt, gefolgt von der Meute. Ein technisches Problem an der Maschine, Holger hob die Hand und verließ die Arena, sodass jetzt der ewig Zweite das Feld anfuhr. Frieder und Kati, mittendrin im Gewühl. Runde um Runde konnte Frieder den Einen oder Anderen noch vernaschen. Es war aber nur eine Demofahrt – da geht die Sicherheit einfach vor. Foto über Foto landete im Kasten. Ein tolles Race.

 

Kaputte, aber zufriedene Gesichter zurück im Fahrerlager. Holger, ein erfahrener Racer, resümierte seine Maschine und kam zum Schluss, dass doch sein Mechaniker Hans den Motor jetzt checken sollte und packte zusammen. Die kleine P58 wurde wieder betankt und für den letzten Lauf bereitgestellt.  

Der ging dann um 16:45 Uhr los. Wieder die gleiche Prozedur, Menschen überall, sie applaudierten, klatschen ab, standen im Weg, die Maschinen holperten über das Kopfsteinpflaster bis zum Vorstart. Früher verlief tatsächlich die Strecke noch über Kopfsteinpflaster, ist aber heute mit bestem Asphalt belegt. Dann ging es wieder raus auf die Strecke und das Publikum grölte. Ein Augen- und Ohrenschmaus für alle.

 

Die Ersten kamen wieder ums Eck geschossen, die Beiden mittendrin. Einfach wunderschön anzusehen, wie Kati ganz flach draußen hing und die Maschine stabilisierte. Frieder konnte es nicht lassen und donnerte an manchem doch noch vorbei. Herrlich. Die Schwarz-Weiße Flagge fiel und Ende………… die obligatorische Winkerunde musste ja sein. Richtig fertig aber glücklich rollten die Beiden zurück ins Fahrerlager.

 

Fazit:

                                     

Eine Wahnsinnsveranstaltung mit einem akribisch ausgetüftelten Ablaufplan machte das Fischereihafenrennen 2017 zu einem Mega-Event. Meine Hochachtung an den Veranstalter Hinni und seine Familie. Seinem Motto laut roh echt ist einfach nichts mehr hinzuzufügen. 

  

 


Und dann kam die Mega-Überraschung für mich............. im nächsten Bericht vom Odenwaldring zu lesen.


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Sparkassen-Klassik Schleizer Dreieck 2017

 

Wieder einmal rief das Schleizer Dreieck und 500 gemeldete Fahrer kamen zur ältesten Naturrennstrecke von Deutschland, dem Schleizer Dreieck, vor den Türen der Stadt Schleiz gelegen. Wer einmal diese Stecke gefahren ist, ist so davon gefesselt, dass er alles stehen und liegen lässt, dieses einzigartige Erlebnis immer wieder zu erleben.

 

Zuvor noch kurz zur Wetterlage:

Wie die Wetterfrösche vorausgesagt haben, sollte es 50/50 stehen für Regen oder trocken. Am Freitag war schönes Wetter, später ein kurzes Gewitter, aber im Großen und Ganzen in Ordnung. Am Samstag schien vormittags wunderbar die Sonne und es war auch angenehm warm. Später jedoch zog es zu und es fielen teilweise ein paar Tropfen. In der Nacht zum Sonntag trommelte der Regen heftig aufs Dach und die Strecke war nass. Den ganzen Tag über wechselten sich nasser und trockener Belag ab, so dass mancher bei der Reifenwahl absolut aufs falsche Pferd gesetzt hatte. Ab etwa spätem Nachmittag kam endlich die Sonne wieder heraus - zu spät, die Läufe waren schon zu Ende.

  

  

Nach dem üblichen Papierkram und der technischen Abnahme am Donnerstagabend startete am Freitagmorgen um 8:00 Uhr für Kati und Frieder das erste freie Training. Es schien so, dass die Beiden noch nicht richtig wach waren und zottelten gemütlich über die Strecke. Dann nach einem ausgiebigen Frühstück und ordentlich Kaffee traten die Beiden kurz nach der Mittagspause zum 2. Trainingslauf auf und waren wie ausgewechselt. Frieder brannte schon eine ordentliche Zeit in den Asphalt. Wir waren alle zufrieden. Dann kam ein besonderer Moment. Von unseren Allgäuer Gespannrennteams brachte Franz eine Kiste mit Trauerschleifen zu Ehren von Otto Haller mit, die an alle Gespannfahrer verteilt wurden.

  

Ich verhandelte mit der Rennleitung ein kleines Geschenk für unseren Otto Haller aus:


Alle Gespannfahrer durften nach dem Ende der Trainingsläufe nicht nur eine, sondern zwei volle Runden auf dem legendären Schleizer Dreieck drehen und ihre Ehrerweisung an Otto Haller zeigen. Anke, die Chefin des AMC Schleizer Dreieck e.V., sagte darüber hinaus auch noch zu, dass alle Streckenposten direkt an der Strecke stehen werden und die Fahnen schwenken würden.

 

So war es denn auch. Nach kurzem Briefing der Fahrer stand die ganze Meute am Vorstart, mit der Trauerschleife am Arm, oder am Gespann befestigt - bereit, diese Runden gemeinsam in Zweierreihen, im sehr gemäßigtem Tempo zu fahren. Die Ampel stand auf Rot, dann ging sie aus und alle fuhren diese beiden Runden - winkend zu Ehren von Otto Haller. Der Streckensprecher kommentierte zusätzlich während dieser Runden den Zuschauern kurz Ottos Lebensweg. Wie versprochen standen alle Streckenposten direkt vorne am Asphalt und schwenkten die Fahnen – es war tief bewegend und so manches Auge wurde feucht.

  

Meinen herzlichen Dank an alle Fahrer und Beifahrer und besonders an den MSC Schleizer Dreieck e.V., der uns dieses besondere Erlebnis möglich gemacht hat. Otto…… nur für dich!

Ehrenrunde für Otto Haller

 

Der Samstagmorgen verlief nicht so toll. Der frühe Vogel ist nichts für Kati – die Knochen sind um kurz nach 8:00 Uhr einfach noch nicht geschmeidig. Frieder war fit wie ein Turnschuh, ließ aber trotzdem etwas Geschwindigkeit heraus und fuhr beifahrerschonend – schließlich stand noch das erste Rennen am frühen Nachmittag auf dem Programm. Kati war nach diesem 3. Training total kaputt. Also keine schönen Aussichten für das 1. Rennen am Nachmittag, obwohl die Beiden einen guten 8. Startplatz erfahren konnten.

 

Beim 1. Rennen kamen sie dann doch gut weg und fuhren sehr konstant ihre Runden. Da das Feld sehr groß war und 2 verschiedene Klassen zusammengefasst waren, blieb es nicht aus, dass es zu Überrundungen kam. Darüber hinaus hatten alle Teams mit der Nässe zu kämpfen. Man sah schon, dass die Geschwindigkeit sichtlich gebremster war als auf der trockenen Strecke. Das Hinterrad verlor in mancher Schikane doch das eine und andere Mal etwas Gripp und das Gespann driftete. Als erfahrener Fahrer glich Frieder diese Situationen mit Bravour aus und am Ende konnte unser Gespannteam einen beachtlichen 8. Platz erzielen. Ein schönes Ergebnis.

 

Am Sonntag, kurz vor der Mittagspause, erfolgte das 2. Rennen, wieder auf nasser Strecke. Die Gischt verwischte dem einen oder anderen die Sicht, die sich wie eine große Nebelwolke innerhalb und hinter der Gespannmeute bildete. Ein nicht ganz ungefährliches Rennen wie sich zeigte. Auf dem schnellsten Teilstück der Strecke – Seng genannt– ereignete sich, genau wie letztes Jahr, auch wieder ein Überschlag eines Gespannes. Kaum zu glauben, nochmal das gleiche Gespannteam wie letztes Jahr. Diesmal blieb zum Unglück das Gespann auf dem Dach, mitten auf der Strecke liegen. Frieder konnte gerade noch das Gespann umkurven ohne den Beifahrer auf die Hörner zu nehmen. Den beiden Verunglückten war glücklicherweise nichts passiert. Das Rennen wurde in der letzten Runde abgebrochen und der Stand vor dem Unfall zur Wertung herangezogen. Somit erzielten Frieder und Kati einen schönen 7. Platz für das 2. Rennen.

 

Fazit:

Die schönste Naturrennstrecke Deutschlands – Das Schleizer Dreieck – ist immer eine Reise wert. Es ist eine schnelle und anspruchsvolle Strecke, die einem Respekt abverlangt und einen einfach nur in den Bann zieht, wenn man sie einmal gefahren ist. Trotz der Widrigkeiten kamen viele Besucher, die sich vom schlechten Wetter nicht beeindrucken ließen. In strömendem Regen saßen sie auf den Tribünen, spannten die Schirme auf und verfolgten neugierig das Geschehen. Menschen liefen durch’s Fahrerlager und ließen sich Unterschriften auf T-Shirts schreiben oder fragten nach Autogrammkarten. Sowas passiert nur im rennsportverrückten Osten Deutschlands. Vielleicht sollte man sich das mit den Autogrammkarten tatsächlich überlegen …und den Menschen etwas da lassen, nachdem sie so viel Begeisterung schenken. Auch das Besucherzeltdorf auf der Nachbarwiese zeigte am Samstag nach Sonnenuntergang, dass dort eine verdammt gute Stimmung herrschte - mit einem kleinen Feuerwerk.

 

Schleizer Dreieck - wir kommen wieder !

Kölner Kurs 2017 auf dem Nürburgring


War im Mai auf dem Nürburgring eigentlich überhaupt schon einmal schönes Wetter? Ist auch nicht so wichtig – die Strecke ist schön und legendär zugleich. Und in diesem Jahr sollte der Himmel einfach nur weinen. 


Weinen über Otto. Otto Haller war am Anreisetag verstorben – die Nachricht ging wie ein Lauffeuer im Fahrerlager um. Eigentlich hatten alle Haller-Fahrer keine Lust mehr zu starten – wir sind betroffen und traurig. Am Samstagabend entschlossen wir uns dann mit Trauerschleife zu fahren um Otto zu ehren. Karin stellte freundlicherweise schwarzes Trauerband zur Verfügung und Kati schnitt selbstklebende Trauerschleifen extra für die Haller-Gespanne aus, die auf der Tankrückseite platziert wurden. So starteten alle in den himmels-tränenreichen Sonntag. 

 


Das erste Training ist beim Kölner Kurs gleich das Pflichttraining. Mehr gibt es nicht, schließlich muss alles an einen Tag abgewickelt werden. Also sollte man gut vorbereitet sein, um sich einen Startplatz zu sichern. Kati und Frieder kamen leider nicht so gut weg und die Außenstehenden konnten an der Senke nach der ADVAN-Kurve hören, dass irgendetwas nicht stimmte. Der Motor drehte mehrmals auf gerader Strecke schnell hoch.


15 Minuten waren schnell vorbei und wir erfuhren dann was los war. Die Kupplung rutschte durch. Es hieß also wieder einmal: schrauben. Nachdem Frieder und ich das Getriebe demontiert hatten, kamen wir an die Kupplung ran. Die Druckplatte wurde durch eine mit einer größeren Spannung ersetzt. Das Problem sollte jetzt behoben sein. Die Startposition war auch gar nicht so schlecht für Frieder und Kati: 3 Reihe, Mitte – und das trotz rutschender Kupplung.


Die zuerst gestartete ältere Gespannserie warnten vor dem Start der "großen Gespanne" alle Fahrer vor dem schmierigen Belag. Viel Gummi, die ständige Nässe und zusätzlich noch die Spuren der alten Maschinen verbesserten nicht gerade den Belag und so ging Frieder das erste Rennen sehr sachte an. Nach einem verpatzten Start zählte ich den 10. Platz in der ersten Runde. Die Gleichmäßigkeit ist ja bekanntlich für Frieder nicht das Maß der Dinge und so steigerte er sich vorsichtig von Runde zu Runde und konnte doch den Einen oder Anderen vernaschen.


Durch die Lärmbestimmungen hatte Frieder auch den Auspuff gedämpft und zu diesem Zweck haben wir nach dem ersten Rennen die Zündkerzen kontrolliert. Wie erwartet, waren diese jetzt schwarz. Also hieß es jetzt noch Sprit aus den Schwimmerkammern ablassen und Abdüsen. Zum Glück, wie sich herausstellte. Der Schwimmer des linken Vergasers war undicht und halbvoll mit Sprit, also untauglich. So wechselte ich auch noch den Schwimmer. Zum Glück hatte Frieder noch einen in seinem Fundus. Nach dem Zusammenbau lief aber immer noch Sprit aus der Kammer. Das Schwimmergehäuse war zusätzlich undicht und musste gewechselt werden. Vielen Dank an Karl, der uns eine neue Schwimmerkammer kurzfristig zur Verfügung stellte. So ging es dann zum 2. Rennen.


Der 2. Lauf verlief entsprechend besser. Die Kupplung hielt und die optimierte Bedüsung, zusammen mit der Reparatur an Schwimmer und Kammer, zeigten Wirkung. Nur nass war es immer noch. Und nachdem sich Theo mit seinem Busch-Gespann im ersten Lauf direkt vor Kati und Frieder auf das Dach gelegt hatte und mitten auf der Strecke liegen blieb, gingen die Beiden kein Risiko ein und fuhren mit dem Gedanken an das nächste Wochenende in Schleiz zwar zügig, aber primär achtsam.

Wir hatten noch einen sehr, sehr netten Ehrengast zu Besuch - Max Deubel - 4 facher Weltmeister in der Gespannklasse von 1961,1962,1963 und 1964, verschmitzt wie immer und noch fotogen wie eh und jeh, der für uns auch ein wenig Zeit mitbrachte. Wir sehen uns bald wieder Max. Aber keine Sorge Horst, sie bleibt dir treu :-)


So war der Kölner Kurs eher eine Einstellfahrt. Ein paar weitere Unfälle passierten auch noch – wir hörten nur von leichteren Verletzungen. Den verunglückten Fahrern und Beifahrer wünschen wir eine schnelle Genesung und dass sie schnell wieder dabei sein können. 


Der Regen wollte auch zum Abschied gegen 18 Uhr nicht aufhören und der Himmel weinte weiter. Hörst du uns Otto? Wir alle denken an dich und vermissen dich!       


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Franciacorta 2017

 

Die Anreise nach Franciacorta gestaltete sich sehr angenehm. Über den Fernpass, den Brenner, am Lago di Garda vorbei und dann zur Rennstrecke. Das Wetter wurde immer schöner und bei sage und schreibe 25 °C konnte man es dort gut aushalten. Per WhatsApp machten wir ein paar Daheimgebliebene neidisch.

 

Diesmal waren etwa 380 Teams vor Ort und das Fahrerlager brechend voll. Da wir sehr früh anreisten, konnten wir einen schönen Platz für uns aussuchen. Die Versorgung mit Strom und Wasser war mehr als ausreichend, lediglich an warmen Duschen haperte es. Die Insider wissen inzwischen, dass in den Boxen Duschen mit genügend warmem Wasser vorhanden waren.

 

Donnerstag und Freitag konnten als Training genutzt werden, wobei für jeden pro Tag 6 Turns zur Verfügung standen. Wer diese alle genutzt hat und dann auch noch die beiden Renntage Samstag und Sonntag gefahren ist, hat unsere Hochachtung vor dieser Superman-Leistung! Wir haben uns das nicht zugemutet.

 

So ging es am Samstag mit den Renn-Trainings los. Kati und Frieder fuhren alle 3 Turns und konnten sich die 5. Startreihe im Pulk aller Gespann-Klassen sichern. Bei mir lief es nicht so gut. In der kleinen Schikane rutschte ich übers Vorderrad und musste raus. Im Fahrerlager fand sich ein Alu-Schweißer, der den Schalthebel wieder anschweißen konnte. Den Fußrastenhalter bogen wir wieder so hin, dass er funktionierte. So konnte ich mit einer notdürftig reparierten MV noch das Pflichttraining absolvieren und eine Startberechtigung ergattern.

 

Das 1. Rennen am Sonntag lief für Kati und Frieder hervorragend. Frieder fuhr Runde um Runde eine elegante Linie und machte insbesondere die ersten 3 Ecken nach der Start-Ziel-Geraden zu einer einzigen weichen Kurve, während Kati über die Curbes schrubberte. Für Überholmanöver bot sich spätes Bremsen vor der Schikane eingangs der Start-Ziel-Geraden an. Mit dem stabilen Fahrwerk der Haller konnte er zügig durch das scharfe S zirkeln und Kati bewegte sich flott hin und her. So arbeiteten sich die beiden immer weiter nach vorne. Als die schwarzweiße Flagge fiel, hatten sie den 2. Platz in Ihrer Gruppe für sich verbucht. Ein toller Erfolg für die beiden. Durch den schlechten Schlaf und die doch vorhandenen Schmerzen entschloss ich mich, nicht mehr am Rennen teilzunehmen, um mich dann nur noch meiner Aufgabe, das Durchführen der Siegerehrungen, zu widmen. Damit war ich dann den ganzen Nachmittag bis Rennende zugange.

 

 

 

 

 

Das 2. Rennen verlief für unser Gespann-Team leider enttäuschend, da schon in der ersten Runde die Kupplung des Haller-Gespanns versagte und Frieder keine Gänge mehr schalten konnte. Es blieb nichts anderes übrig als die Hände zu heben und den Rennkollegen anzuzeigen, dass für Frieder und Kati das Rennen zu Ende ist.


Fazit:

Eine ganz tolle Veranstaltung mit Fahrmöglichkeit ohne Ende bei schönstem Osterwetter auf dem Autodromo di Franciacorta. Eine kurvenreiche und anspruchsvolle Rennstrecke, die alles von den Fahrern abverlangt und ein super Einstieg in die neue Saison ist. Neben ein paar kleinen Ausrutschern, gab es keine Probleme. Trotz der rekordverdächtigen Teilnehmerzahl lief die Veranstaltung sauber getaktet wie ein Uhrwerk ab. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir werden nächstes Jahr wieder dabei sein. 


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